Geheimnissvolles Erdreich – die Welt unter unseren Füßen! – Forscherfest im egapark im Rahmen des bundesweiten Tages der kleinen Forscher

Der „Tag der kleinen Forscher“ ist der bundesweite Mitmachtag der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“. Am 23. Juni 2022 und in den… mehr erfahren ›

Der „Tag der kleinen Forscher“ ist der bundesweite Mitmachtag der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“. Am 23. Juni 2022 und in den Wochen davor und danach gehen kleine und große Forscher:innen in Kitas, Horten und Grundschulen in ganz Deutschland auf Entdeckungs- und Forscherreise.

In Thüringen und ganz speziell in Erfurt feierte die Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT) zusammen mit dem Thüringer Minister für Bildung, Jugend und Sport Helmut Holter, der Beauftragten für Integration, Migration und Flüchtlinge Mirijam Kruppa, der Geschäftsführerin des egaparks Kathrin Weiß sowie weiteren Gästen im egapark zum Motto: „Geheimnisvolles Erdreich – die Welt unter unseren Füßen“ ein Forscherfest.

In einer Handvoll Erde kann es mit bis zu acht Milliarden mehr Lebewesen geben, als Menschen auf der Welt. Doch nicht nur das macht den Erdboden so erforschenswert. Mal ist er dunkelbraun und krümelig-weich, dann wieder sandig und voller Steine. Er kann Filter und Nährstoff zugleich sein und ist Heimat vieler kleiner Tiere. Der „Tag der kleinen Forscher“ bot Gelegenheit, diese und viele andere Aspekte rund um das Thema „Erdreich“ mit Mädchen und Jungen zu entdecken und zu erforschen.

Inspiriert vom diesjährigen Thema wurde in Kooperation mit den Mitarbeiterinnen des „Grünen Klassenzimmers“ des egaparks und Schüler:innen der Thomas-Mann-Grundschule aus Erfurt die Welt des Bodens erkundet. Unter Einbezug der SWE Erlebnisausstellung für Kinder „Wild. Wächst. Blüht!“ untersuchten die kleinen und auch großen Forscher:innen verschiedene Bodenarten, versuchten deren Alter zu bestimmen, erkundeten, woraus diese Arten entstanden sind und wie die Umwelt, aber auch die Menschen, die Böden über die letzten Jahrhunderte schon beeinflusst haben. Bei der Forschungsreise fanden die Schüler:innen mit unterschiedlich großen Sieben heraus, dass der Boden unter unseren Füßen aus vielen Bestandteilen besteht z. B. aus vielen verschiedenen großen Körnchen. Neben kürzeren und längeren Wurzeln mit einzelnen Verzweigungen, die mit bloßem Auge nicht zu sehen sind, leben in den verschiedenen Böden jede Menge große und kleine Tiere wie Käfer, Regenwürmer, Spinnen, Schnecken, Larven, Vielfüßler sowie Pilze und weiter Bakterien. Am Ende der Forscherreise erhielten alle Forscher:innen nicht nur ein Forscherdiplom sondern auch einen eigenen Gärtnerpass.

Helmut Holter, Thüringer Ministerium für Bildung Jugend und Sport: „Erde ist nicht nur der Boden auf dem wir laufen und springen, sondern sie ist eines unserer Lebenselixiere. Zu verstehen, was in der Erde, im Boden für Schätze schlummern und für Lebenswelten zu entdecken sind, ist spannend für alle Altersgruppen. Kleine Forscherinnen und Forscher lernen so auch von klein auf etwas über die großen Herausforderungen, vor denen die Menschheit steht: den Artenschutz, den Bodenschutz und den Schutz vor dem Klimawandel. Das finde ich wichtig und toll.“

„Unsere Erlebnisausstellung zeigt, wie spannend die Beschäftigung in und mit der Natur sein kann. Auch viele aktuelle Themen wie Nachhaltigkeit oder Gesundheitsbildung werden mit Spaß kindgerecht vermittelt. Neben den Mitmachstationen in Halle 1 bietet der egapark noch viele andere Möglichkeiten, um den Geheimnissen von Pflanzen- und Tierwelt auf die Spur zu kommen. Eine Tour durch das Danakil offenbart die Bedeutung des Wassers in Wüste und Urwald. Im Wissenswald lernt man die fünf großen Tiere Thüringens kennen und kann mit allen Sinnen Erfahrungen sammeln. Das GärtnerReich ist nicht nur Thüringens größter Spielplatz, sondern ein wunderbarer Erfahrungsort zur Geschichte des Gartenbaus. Darum dreht sich auch alles in der neuen Dauerausstellung im Deutschen Gartenbaumuseum. Wer zum Lernen in den egapark kommt, kann hier mehr als eine kurzweilige Schulstunde verbringen und auf ganz unterschiedliche Weise vielfältige Erfahrungen zu Naturthemen sammeln. Ein Tag ist dafür eigentlich nicht genug.“, so Kathrin Weiß, Geschäftsführerin des egaparks.

„Viele Ressourcen, die wir nutzen, stammen aus der Erde. Gleiches gilt für einen großen Teil unserer Nahrungsmittel wie Obst und Gemüse. Kurzum: Das Erdreich ist eine unentbehrliche Lebensgrundlage – für uns genauso wie für künftige Generationen. Das diesjährige Thema bietet allen kleinen und großen Forscher:innen die Möglichkeit, die wichtigen Funktionen des Erdbodens kennenzulernen und ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, wie essenziell es ist, ihn zu schützen. “, so Dr. Sven Günther, Vorstand der STIFT.

Pressemitteilung_Tag der kleinen Forscher

Juni 2022

24. Juni 2022

Einladung Bildungsveranstaltung „Zukunftskompetenzen – Kinder stärken, Zukunft gestalten“

Kinder für die Zukunft stärken – das machen wir immer schon! Für pädagogische Fach- und Lehrkräfte ist der Blick auf die Zukunft… mehr erfahren ›

Kinder für die Zukunft stärken – das machen wir immer schon! Für pädagogische Fach- und Lehrkräfte ist der Blick auf die Zukunft von Kindern ein Bestandteil ihrer Arbeit. Vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen und Entwicklungen wie der Digitalisierung, dem Klimawandel oder der Corona-Pandemie wird das Thema Zukunftskompetenzen in der Gesellschaft und insbesondere im Bildungsbereich zunehmend diskutiert: Welche Kompetenzen brauchen Kinder zukünftig, um die Welt aktiv mitzugestalten, sich selbst sicher und kompetent zu fühlen? Wie können Pädagog:innen sie dabei begleiten? Was sind Zukunftskompetenzen und welche Rolle hat die MINT-Bildung für nachhaltige Entwicklung? Mit zahlreichen praxisnahen Beispielen und Ideen werden Sie angeregt, das Thema in den Alltag zu tragen und damit selbst sofort in Ihrer Einrichtung loszulegen.

Wir laden Sie herzlich zur halbtägigen Bildungsveranstaltung „Zukunftskompetenzen – Kinder stärken, die Zukunft gestalten“ am 7. Juli 2022 im Hotel Victor´s Residenz (Häßlerstraße 17) in Erfurt ein.

In der halbtägigen Bildungsveranstaltung

  • erfahren Sie, welche Megatrends und Kompetenzen für die Zukunft diskutiert werden und wie gute frühe MINT-Bildung zur Ausbildung von diesen Kompetenzen beiträgt.
  • erhalten Sie Impulse, wie Sie Kinder bei der Entwicklung von Zukunftskompetenzen unterstützen können und entwickeln eigene Umsetzungsideen.
  • tauschen Sie sich mit anderen pädagogischen Fach- und Lehrkräften über ihre Zukunftsbilder aus und erhalten pädagogisches Material für die Praxis.


Die Veranstaltung ist für alle kostenfrei und auf 100 Teilnehmer:innen.

Programm (PDF) und Anmeldung (pdf)

Juni 2022

06. Juni 2022

“Energiebildung im Grundschulunterricht” – Neue Fortbildung für Grundschullehrer:innen

Wir erleben Energie täglich in Form von Licht, Wärme, Bewegung oder elektrischem Strom. Was verbirgt sich jedoch hinter dem großen Begriff „Energie“,… mehr erfahren ›

Wir erleben Energie täglich in Form von Licht, Wärme, Bewegung oder elektrischem Strom. Was verbirgt sich jedoch hinter dem großen Begriff „Energie“, wie wird Energie „gemacht“, „hergestellt“ und wofür können wir diese Energie überall nutzen? Diese Fragen können Sie mit den Schüler:innen Ihrer Schule im Rahmen des Unterrichts beim entdeckendem und forschendem Lernen nachgehen Darüber hinaus stärken Sie die MINT- und sprachlichen Kompetenzen der Schüler:innen und binden das Thema Nachhaltigkeit ein.


Was erwartet Sie in der Fortbildung

  • Eine Fortbildung mit einer gut aufeinander abgestimmten Mischung aus Gruppenworkshops, Selbstlern- und Praxisteilen sowie Webinaren.
  • Sie nähern sich dem Thema interaktiv und niedrigschwellig, erfahren sich selbst als Lernende und tauschen sich über Ihre Erfahrungen mit motivierten Kolleg:innen.
  • Sie erhalten spannendes Hintergrundwissen zum MINT-Thema „Energie“ und umfassendes Material mit Beispielen aus dem Alltag.
  • Sie entwickeln eine eigene Unterrichtsidee zum Thema, die Sie mit Ihrer Klasse umsetzen. Dafür reflektieren Sie die Methodik des entdeckenden und forschenden Lernens sowie den Praxistransfer mit Ihren Kolleg:innen.
  • Für die Fortbildung wird eine leicht handhabbare Online-Plattform genutzt.
  • Sie werden über die gesamte Fortbildung hinweg von einem erfahrenen Team von Referent:innen eng begleitet.


Umfang
Die Fortbildung für Lehrer:innen von allen Grundschulen in Thüringen umfasst drei Präsenztage, ein verpflichtendes Webinar (90 Minuten), die Unterrichtserprobung eines Praxisbeispiels sowie die selbständige Bearbeitung von Online-Modulen.

Insgesamt beträgt der Umfang 30 Stunden.

Fortbildungstermine
23.08.2022, 21.09.2022, 6.12.2022
24.08.2022, 23.09.2022, 8.12.2022

Die Webinartermine werden in der ersten Sitzung festgelegt.

Die Teinahme an der Fortbildung ist kostenlos. Alle Teilnehmer:innen erhalten ein Materialpaket aus dem Shop der “Stiftung haus der kleinen Forscher” im Wert von 30 Euro.

Die Anmeldung erfolgt online über folgenden Link www.jungforscher-thueringen.de.

Informationsflyer

© Christoph Wehrer/Stiftung Haus der kleinen Forscher

Juni 2022

03. Juni 2022

Forscheridee 5 zum Tag der kleinen Forscher 2022: Aus Sand gebaut

Der Versuch im Überblick Im Sandkasten können Kinder wichtige Grunderfahrungen machen. Sie lernen einen Werkstoff kennen und probieren ihre Feinmotorik aus. Zudem… mehr erfahren ›

Der Versuch im Überblick
Im Sandkasten können Kinder wichtige Grunderfahrungen machen. Sie lernen einen Werkstoff kennen und probieren ihre Feinmotorik aus. Zudem lernen sie den Umgang mit einfachen Werkzeugen, wie z. B. Schaufeln und Förmchen. Kommt Wasser mit dazu, ändern sich die Eigenschaften des Werkstoffs Sand.


Forscherfragen

  • Wie kann man mit Sand besonders hoch bauen?
  • Gibt es Tricks, wie die Sandburg besser hält?


Alltagsbezüge zur Welt der Kinder
Der Sandkasten oder die Buddelkiste ist für Kinder etwas sehr Bekanntes. Außerdem findet sich ein Sandbereich auf fast jedem Spielplatz. Somit ist der Umgang mit Sand als Werkstoff selbst für junge Kinder vertraut. Während das Spiel dort für gewöhnlich intuitiv verläuft, ist das Vorgehen jetzt gezielt und damit werden die Grunderfahrungen genutzt, die die Kinder beim Spiel erworben haben.


Benötigte Materialien

  • eine Sandkiste mit genügend Sand oder einen großen Sandhaufen
  • Schaufeln und Eimer
  • Wasser
  • verschiedene Materialien, z. B. Bretter, Stricke, Steine, aber auch Stoffe, Kunststoffabfall oder Pappen – je nachdem, was Sie finden oder einfach besorgen können


An die Schaufeln, fertig, los!
Regen Sie die Kinder an, eine möglichst hohe Sandburg oder ein hohes Sandschloss zu bauen. Welche Ideen haben sie, um zu verhindern, dass die Burg zusammenfällt, oder der Sand einfach herunter rieselt? Die Kinder bauen erste Burgen. Bauen sie zusammen oder bricht ein Wettstreit über die höchste Burg aus? Ist eine Gruppenarbeit erfolgreicher als eine Einzelarbeit? Wie ist der Umgang mit dem Werkzeug? Sprechen Sie danach mit den Kindern über ihre Erfahrungen: Was hat gut funktioniert, was nicht? Wie nass konnte der Sand sein, damit gut gebaut werden konnte? Hat es geholfen, einen Eimer zu nutzen oder Schaufeln? Wie ist es gelungen, sich die raren Werkzeuge zu teilen? Was haben sie für Ideen, wie es besser gehen oder die Burg höher werden könnte?


Hoch, höher, am höchsten
Stellen Sie Materialien (s. o.) bereit, die die Kinder benutzen können, damit ihre Sandburg höher wird. Die Kinder können überlegen, ob es sinnvoll ist, eine Innenkonstruktion zu bauen und den Sand darüber zu häufen oder vielleicht eher eine Schalung zu errichten und den Sand einzufüllen. Was machen die Kinder nun für Erfahrungen? Die Kinder können auch nicht nur in die Höhe bauen, sondern auch in die Tiefe und verschiedene Tunnel graben.


Feinarbeiten und Großbaustellen
Viele Menschen möchten sehr gerne in schönen, bunten Häusern leben. Entsprechend können auch die Sandburgen und – schlösser vielfältig verziert werden. Wird die höchste Sandburg and das höchste Schloss auch am schönsten sein? Auch hier ist Technik gefragt: Wie können Verzierungen gut am Sand halten? Mit welchen Werkzeugen können Muster in den Sand geritzt werden? Was eignet sich als Fahne?

Tipp: Um Häuser geht es auch auf Baustellen. Besuchen Sie mit den Kindern eine Baustelle in der Nähe der Einrichtung. Wo findet sich dort der Sand und wie wird er verarbeitet? Welche Strategien verfolgen Bauingenieure oder Maurer:innen?


Wissenswertes für Erwachsene
Nicht nur die tollen Burgen der Kinder sind aus Sand gebaut, auch die meisten Gebäude, in denen wir leben, bestehen aus einem großen Anteil Sand. Dies liegt an dem genutzten Beton, der eine Mischung aus Zement, Sand und Wasser ist. Mit dem wachsenden Bedarf an Wohnraum und Gebäuden wird tatsächlich die Ressource Sand immer knapper, auch wenn man denken könnte, es gäbe in den Wüsten doch genug Sand. Sand ist aber nicht gleich Sand. Die Wüstensandkörner sind durch den Wind zu glatt und fein geschliffen. Ein Beton aus ihnen würde viel zu schnell zerbröseln. So wird Sand, der für das Bauen geeignet ist, zu einer sehr kostbaren Ware mit der schonend umgegangen werden muss. Eine Möglichkeit besteht darin, alte Häuser zu recyceln und einzelne Bestandteile wiederzuverwenden. Diese Strategie wird auch als “Urban Mining” (Bergbau in der Stadt) bezeichnet.


Ideen zum Weiterforschen

  • Kann man aus Sand eine Art „Kleber“ oder „Beton“ für das Bauen herstellen?
  • Können mit Sand auch Brücken gebaut werden?
  • Was passiert mit Seen im Sand?


Die Termine für die Fortbildungen „Tür auf! Mein Einstieg in Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“, „Forschen mit Wasser“ und „Konsum umdenken – entdecken, spiele, selber machen“ sowie für alle weiteren Themen finden Sie in unserem Kalender unter www.jungforscher-thueringen.de.

Bild @ Stiftung Haus der kleinen Forscher

Aus Sand gebaut

Mai 2022

05. Mai 2022

Forscheridee 4 zum Tag der kleinen Forscher 2022: Erdreich und Pflanzen = ein tolles Team

Der Versuch im Überblick Erdreich und Pflanzen sind ein untrennbares Team. Erforschen Sie gemeinsam mit den Kindern, wie Böden das Wachstum von… mehr erfahren ›

Der Versuch im Überblick
Erdreich und Pflanzen sind ein untrennbares Team. Erforschen Sie gemeinsam mit den Kindern, wie Böden das Wachstum von Pflanzen beeinflussen und wie Pflanzen aktiv den Boden schützen.


Forscherfragen

  • Welche Pflanzen wachsen auf welchem Boden?
  • Wie sind die Böden beschaffen?


Alltagsbezüge zur Welt der Kinder
Raus in die Natur! Wie schön ist es, wenn es um uns grünt und blüht. Aber warum wächst auf dem dunklen Erdboden ganz viel, wogegen im Sandkasten fast gar keine Pflanzen zu erkennen sind? Anscheinend haben die Art des Bodens und seine Zusammensetzung einen Einfluss auf das Wachstum der Pflanzen. Wie sieht es aber für den Boden aus? Ist es für den Boden wichtig, ob Pflanzen auf ihm wachsen? Und spielt die Art der Pflanzen dabei eine Rolle?

Benötigte Materialien

  • Kressesamen
  • Bohnen- oder Erbsensamen
  • Wassersprühflasche
  • Fotokamera


Versuch: Pflanzen und Wachsen auf verschiedenen Böden

  • Mehrere Pflanzbehälter: Gläser oder Eierkarton
  • Verschiedene Substrate als “Boden”: Sand, Erde aus dem Beet, Lehm, Kies, Pflanzerde, Holzspäne, Steine, Watte, etc.


Versuch: Zusammenhalt: Boden und Pflanzen bei starkem Regen

  • 3 flache Pflanzgefäße mit einem Durchmesser von mindestens 20 cm (z.B. Blumenuntersetzer)
  • Pflanzenerde
  • Gießkanne mit Brauseaufsatz


Pflanzen wachsen auf verschiedenen Böden
Erkunden Sie gemeinsam mit den Kindern das Außengelände bzw. die Umgebung Ihrer Einrichtung. Was gibt es dort für unterschiedliche Böden und Untergründe? Die Kinder nehmen nun von diesen verschiedenen Untergründen etwas Material mit in die Einrichtung und befüllen damit jeweils ein Pflanzgefäß (Gläser oder Vertiefungen von Eierkartons). Je unterschiedlicher die Arten der Untergründe sind, desto spannender wird die Frage, ob etwas wächst oder nicht.

Nun können die Kinder die vorbereiteten Gefäße mit Kressesamen bepflanzen, mit der Wassersprühflasche befeuchten und an einen warmen und hellen Ort, wie einer Fensterbank, stellen. Achtung: Der Untergrund muss immer leicht feucht sein. Jetzt heißt es Geduld haben und genau beobachten. Lassen Sie die Kinder dabei täglich ein Foto von den Gefäßen machen, so dass sie die Veränderungen und die Unterschiede nachvollziehen und den Wachstumsverlauf vergleichen können.


Zusammenhalt: Boden und Pflanzen bei starkem Regen
Um zu erforschen, wie Pflanzen aktiv den Boden schützen können, bietet sich ein weiterer Pflanzversuch an. Dazu befüllen die Kinder drei Schalen mit Pflanzenerde. Die erste Schale bepflanzen sie großflächig mit Kressesamen, die Zweite mit Erbsen- oder Bohnensamen, mit 2 Fingerbreit Abstand zueinander. Die letzte Schale wird nicht bepflanzt.

Die Kinder setzten alle drei Schalen an einen hellen und warmen Ort (z. B. Fensterbank) und befeuchten sie regelmäßig mit Wasser, so dass die Erde immer etwas feucht ist. Nun müssen die Pflanzen wachsen. Die Erbsen bzw. Bohnen brauchen dafür etwas mehr Zeit. Der eigentliche Versuch kann stattfinden, wenn sie eine Höhe von ca. acht bis zehn Zentimeter haben. In der Zeit hat die Kresse sicher schon einen satten Pflanzenteppich gebildet.

Nehmen sie dann gemeinsam die drei Schalen nach draußen, wo es dreckig werden darf. Die Kinder suchen drei ca. gleichgroße Steine, auf die die Schalen leicht schräg gestellt werden können. Nun gießen die Kinder mit der Gießkanne mit aufgesetztem Brausekopf kräftig über alle drei Schalen. Beobachten Sie mit den Kindern genau: Was passiert mit dem Boden in den drei verschiedenen Schalen? Und wie reagieren die Pflanzen auf den großen Regenguss?


Wissenswertes für Erwachsene
Pflanzen und Böden gehören zusammen. Die Böden bieten Pflanzen zum einen wichtige Nährstoffe, die sie zum Wachsen benötigen, zum anderen auch Halt, um nicht einfach umzufallen oder weggeweht zu werden. Dabei gibt es Pflanzen, die wenige Ansprüche an den Boden haben und an vielen Standorten gut wachsen können, wie bspw. die Kresse. Dagegen gibt es auch Pflanzen, die nur unter sehr speziellen Bedingungen gedeihen können und als sogenannte Zeigerpflanzen etwas über den Boden, auf dem sie wachsen, erzählen können. So wachsen die große Brennnessel und der gewöhnliche Löwenzahn am liebsten auf stickstoffreichen Böden, während die Kuh-Schelle einen kalkhaltigen Boden bevorzugt.

Im Gegenzug geben die Pflanzen auch dem Boden Halt. Nackter unbewachsener Boden kann leicht von Wasser oder Wind weggetragen werden. Dieser als Erosion be-zeichneter Prozess führt an vielen Orten (in der Landwirtschaft, aber auch in vielen Gärten) zu großen Verlusten von fruchtbarem Boden. Die Bedeutsamkeit wird deutlich, wenn man sich vorstellt, dass es unter den hier vorkommenden Klimabedingungen ca. 100 bis 300 Jahre braucht, bis fruchtbarer Boden von einem Zentimeter Dicke entsteht. Pflanzen schützen mit ihren Wurzeln und der oberflächlichen Bedeckung den Boden optimal gegen Erosion. Begrünung von nackten Bodenflächen ist daher echter Bodenschutz.


Ideen zum Weiterforschen

  • Kann auf einer Fliese oder Watte etwas wachsen?
  • Auf welchem Untergrund wachsen Erbsen und Bohnen?
  • Welche Bodenarten gibt es noch auf der Welt?


Die Termine für die Fortbildungen „Tür auf! Mein Einstieg in Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ und „Konsum umdenken – entdecken, spiele, selber machen“ sowie für alle weiteren Themen finden Sie in unserem Kalender unter www.jungforscher-thueringen.de.

Bild @ Stiftung Haus der kleinen Forscher

Erdreich und Pflanzen = ein tolles Team

April 2022

07. April 2022

Forscheridee 3 zum Tag der kleinen Forscher 2022: Herein ins Regenwurmkino!

Der Versuch im Überblick Im Frühling erwachen die Regenwürmer aus ihrem Winterschlaf und legen mit der Arbeit los: Sie produzieren tolle neue… mehr erfahren ›

Der Versuch im Überblick
Im Frühling erwachen die Regenwürmer aus ihrem Winterschlaf und legen mit der Arbeit los: Sie produzieren tolle neue fruchtbare Erde und graben viele Gänge, sodass das Regenwasser gut versickern kann. Es lohnt sich, den Boden-Superhelden bei der Arbeit zuzuschauen!


Forscherfragen

  • Wo können Regenwürmer gefunden werden?
  • Wie lang werden Regenwürmer und kann die Länge gemessen werden?


Alltagsbezüge zur Welt der Kinder
Kaum ist die Sandkastensaison angebrochen, da finden sich auch schon Regenwürmer, falls mal neben dem Sandkasten gebuddelt wird. Wahrscheinlich haben alle Kinder schon einmal einen Wurm gesehen. Haben sie ihn auch angefasst oder genau betrachtet?


Benötigte Materialien

  • ein großes Glas, z. B. ein Gurkenglas
  • ein kleineres Trinkglas
  • Erde, Sand und Blätter
  • Regenwürmer oder Mistwürmer
  • ein schwarzes oder dunkles blickdichtes Tuch


Wissen über Würmer
Wenn die Kinder mit den ersten Regenwürmern im Jahr in Kontakt kommen, ist eine gute Gelegenheit, das Leben der Würmer genauer zu untersuchen. Dazu eignet sich ein “Regenwurmkino”. Bevor es losgeht, fragen Sie die Mädchen und Jungen, was sie alles über die Würmer wissen und wo sie ihnen begegnet sind. Vielleicht können Sie dazu auch schon ein Plakat über Regenwürmer malen, das nach und nach ergänzt wird.


Was schlängelt sich durch die Erde?

  • Die Kinder sammeln danach vorsichtig ein paar Regenwürmer. Stellen Sie ein Trinkglas verkehrt herum in die Mitte eines großen Gurkenglases. Auf diese Weise können sich die Regenwürmer im Gurkenglas später nicht in der Mitte verstecken und sind von außen gut sichtbar.
  • Füllen Sie zuerst eine Schicht Kieselsteine ein. Lassen Sie die Kinder dann unterschiedliche Bodenarten wie Gartenerde, Sand, Kompost oder Ackerboden schichtweise ins Gurkenglas füllen und obenauf eine Schicht frische, zerkleinerte Kompost Abfälle geben.
  • Anschließend wird die Erde vorsichtig mit Wasser besprüht, bis sie leicht feucht ist.
  • Dann werden zwei bis drei Regenwürmer hineingesetzt. Decken Sie das Glas mit einem schwarzen Tuch ab, denn Regenwürmer brauchen die Dunkelheit.
  • Achtung: Das Glas darf nicht luftdicht verschlossen werden, da die Bodentiere Sauerstoff benötigen. Zum Beobachten darf das Tuch zeitweise abgenommen werden. Schon nach wenigen Augenblicken können die Kinder sehen, wie die Regenwürmer die Erdschichten vermischen und Gänge bauen.


Vom Laub zum Kompost

  • Noch schneller verarbeiten Mistwürmer das Laub zum Kompost. Mistwürmer können im Angelladen gekauft, im Internet bestellt oder von jemandem mit einem Komposthaufen mitgebracht werden.
  • Dann kann der Versuch mit Mistwürmern und Regenwürmern gleichzeitig durchgeführt werden. Wie unterscheidet sich das Ergebnis nach einem Tag oder einer Woche? Außerdem kann der Inhalt des Glases variiert werden.
  • Was wird am schnellsten durchmischt und verdaut, wann dauert es länger?


Wissenswertes für Erwachsene
Würmer fressen pro Tag bis zur Hälfte ihres Eigengewichtes. Dabei sind sie allerdings nicht alleine. Viele minikleine Bodenorganismen helfen den Würmern bei der Verarbeitung. Regenwürmer halten sowohl Winter- als auch Sommerschlaf. Im Winter ist es ihnen zu kalt, im Sommer zu warm und trocken.
Übrigens: Wer seine Abfallmenge reduzieren möchte und gleichzeitig einen guten Dünger für den Garten braucht, kann eine einfache Wurmkiste bestellen oder auch selbst bauen. Es gibt dazu viele Anbieter, die gute Konzepte für Haushalte, Büros, aber auch Bildungseinrichtungen bereitstellen.


Ideen zum Weiterforschen

  • Wo leben Regenwürmer? Und sehen Regenwürmer in jedem Land gleich aus?
  • Warum sind die Regenwürmer gut für unsere Umwelt?
  • Haben Regenwürmer Füße?


Die Termine für die Fortbildungen „Tür auf! Mein Einstieg in Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ und „Konsum umdenken – entdecken, spiele, selber machen“ sowie für alle weiteren Themen finden Sie in unserem Kalender unter www.jungforscher-thueringen.de.

Bild @ Stiftung Haus der kleinen Forscher

Herein ins Regenwurmkino

März 2022

02. März 2022

Bestellstart Aktionsmaterial “Tag der kleinen Forscher” 2022

Ab sofort können sich alle pädagogischen Fach- und Lehrkräfte aus aktiven sowie inaktiven Kitas, Horten und Grundschulen ihr Aktionsmaterial zum Tag der… mehr erfahren ›

Ab sofort können sich alle pädagogischen Fach- und Lehrkräfte aus aktiven sowie inaktiven Kitas, Horten und Grundschulen ihr Aktionsmaterial zum Tag der kleinen Forscher unter https://www.tag-der-kleinen-forscher.de/mitforschen/aktionsmaterial bestellen oder direkt downloaden.

Mit den bunten Publikationen zum “Tag der kleinen Forscher” stellt die Stiftung Haus der kleinen Forscher ein vielfältiges Material bereit, das den pädagischen Fach- und Lehrkräften und den Kindern ausgiebig Anlass zum gemeinsamen Entdecken und Forschen gibt – rund um das diesjährige Motto “Geheimnisvolles Erdreich – die Welt unter unseren Füßen”.

Der “Tag der kleinen Forscher” ist ein bundesweiter Mitmachtag für alle, die den Forschergeist von Kindern im Kita- und Grundschulalter aktiv unterstützen möchten. Alle Kitas, Horte und Grundschulen sind eingeladen, rund um den Aktionstag am 23. Juni 2022 gemeinsam zu forschen und die Welt zu entdecken.

Auch in Thüringen wird es wieder ein Forscherfest geben. Wo dieses gefeiert wird und welche spannenden Phänomene an diesem Tag unter den Füßen entdeckt werden, das wird noch nicht verraten.

Februar 2022

23. Februar 2022

Forscheridee 2 zum Tag der kleinen Forscher 2022: Am Anfang war der Stein

Der Versuch im Überblick Wie entsteht Boden und was meint das Wort Verwitterung? Erforschen Sie gemeinsam mit den Kindern, wie auf unterschiedliche… mehr erfahren ›

Der Versuch im Überblick
Wie entsteht Boden und was meint das Wort Verwitterung? Erforschen Sie gemeinsam mit den Kindern, wie auf unterschiedliche Weise Steine zerkleinert werden können, um so die Grundlage für den Boden zu bilden.

Forscherfrage
Woraus besteht der Boden? Und was haben Steine damit zu tun?
Was bedeutet „steinharter Boden“?

Alltagsbezüge zur Welt der Kinder

  • Kinder spielen im Sandkasten, am Strand, im Wald und überall sind Steine
  • Steine haben unterschiedliche Farben und Größen, sind andersartig und haben verschiedene Härtegrade

 
Benötigte Materialien

  • verschiedene Steinarten aus der Umgebung

 

Versuch: Frostsprengung

  • Hammer
  • Alte Handtücher
  • 10 ml Spritzen
  • Wasser
  • Brotdose
  • Eisschrank

 

Versuch: Können sich Steine auflösen?

  • alte Gläser
  • Essigessenz
  • echte Kreide

 

Die Versuche

  • Sammeln Sie mit den Kindern Steine an verschiedenen Standorten. Lassen Sie die Kinder tiefer graben, um eine Vielzahl verschiedener Steinarten zu finden. Säubern Sie zusammen die Fundstücke und schauen sie sich diese gemeinsam an. Was gibt es für Steine, welche Farbe haben sie, welche Größe? Ist die Oberfläche glatt oder rau? Wo haben die Kinder den Stein gefunden?
  • Im nächsten Schritt soll die Härte der Steine überprüft werden. Steine sind in unserer Vorstellung sehr hart, aber wie hart genau und ob dies auch bei jedem der Steine gleich ist, das sollen die Kinder ausprobieren. Hierfür zerschlagen die Kinder die Steine mit einem Hammer. Damit keine Gefahr von absplitternden Teilen ausgeht, wird der Stein zuerst auf eine harte Unterlage gelegt, dann mit einem Handtuch bedeckt und erst danach mit dem Hammer bearbeitet. Hat sich der Stein verändert? Und wenn ja, wie genau? Ist er zerbröselt oder zersplittert? Wie viel Kraft mussten die Kinder dafür aufwenden? Besprechen Sie gemeinsam die Erfahrungen und überlegen Sie, wie in der Natur Gestein zu kleineren Steinen werden könnte.
  • Eine Art der Verwitterung ist die Frostsprengung. Sie stellt eine Form der physikalischen Verwitterung dar. Nehmen Sie kleine, weiche und poröse Steine und legen Sie diese zum “Vollsaugen” einen Tag lang in Wasser. Am folgenden Tag setzen die Kinder diese Steine in eine gefrierfeste Dose (z. B. Brotdose) um und stellen diese in den Eisschrank. Zudem können sie eine 10 ml Spritze mit 5 ml Wasser befüllen und ebenfalls in den Eisschrank geben. Überlegen Sie mit den Kindern, was in dem Eisschrank mit den Steinen und der Spritze passieren wird. Nach einem Tag Warten wird alles aus dem Eisschrank entnommen. Was ist passiert? Hat sich die Spritze verändert? Und wie sehen die Steine aus? Sind die Erwartungen der Kinder eingetroffen? Für einen besseren Vergleich ist es hilfreich, die Steine und die Spritze vor dem Einfrieren zu fotografieren, sodass die Unterschiede noch eindrücklicher werden.
  • Bei der chemischen Verwitterung werden durch chemische Prozesse einzelne Bestandteile aus Steinen herausgelöst. Dies kann durch Säuren geschehen, aber oft genügt bereits Wasser allein, um Gesteinsanteile auszuwaschen. Dies ist die sogenannte Lösungsverwitterung. Nutzen Sie mit den Kindern die gesammelten Steine, Gips aus dem Pflanzenversuch und echte Kreide. Von jeder Stein- bzw. Kreideart werden drei Stücke benötigt. Zuerst wiegen die Kinder die einzelnen Steine jeweils mit einer Küchenwaage ab und schreiben das Gewicht auf. Danach bereiten sie für jede Steinart je zwei Gläser vor: eins mit Leitungswasser, das andere mit Essigessenz.
  • Achtung: Da Essigessenz die Haut angreift, sollten die Kinder die Steine nur mit Handschuhen bzw. Löffeln bewegen. Lassen Sie die Steine für ein paar Tage im Wasser bzw. in der Essigessenz stehen und beobachten Sie mit den Kindern, was passiert. Entnehmen Sie die Steine dann vorsichtig mit einem Löffel, trocknen sie ab und legen sie sie auf die Waage. Was ist passiert? Hat sich das Aussehen bzw. das Gewicht der Steine verändert? Was könnte der Grund sein? Manche Gesteinsarten werden durch Säuren stärker angegriffen als andere. Sichtbar wird das oft an alten Gebäuden, wie z. B. dem Kölner Dom, dessen Sandstein und Muschelkalk vom “sauren Regen” über die Jahrhunderte angefressen wurde und der dementsprechend öfter restauriert werden muss.

 

Wissenswertes für Erwachsene
Verwitterung stellt die Grundlage der Bodenbildung dar. Bei der physikalischen Verwitterung wird das Gestein durch verschiedene Kräfte mechanisch zerstört. Die chemische Verwitterung bewirkt, dass sich Komponenten der Gesteine chemisch verändern oder herausgelöst werden und so den Zerfall in kleinere Bestandteile bewirken. Das Zusammenwirken dieser Verwitterungsformen bewirkt die Zerkleinerung des Gesteins und führt auf folgende Weise zur Entstehung von Boden: Das ursprünglich feste Gestein bekommt durch klimatische Witterungseinflüsse, wie Frost, Hitze und Niederschläge, kleine Risse. In diese setzen sich dann Pflanzen, deren Wurzeln das Gestein weiter zerkleinern. Kleinere Steine werden durch Gletscher, Wasser und Wind weitergetragen. Auf ihrem Weg reiben sich die Gesteinsteile am Untergrund und werden dadurch auf ihrer Reise immer kleiner, bis sie zu Sandkörnchen und sogar kleinsten Tonteilchen werden. Sie bilden den Boden und haben, je nach Ausgangsgestein, eine andere Färbung, die sich beim tiefen Graben als sogenannte Bodenhorizonte zeigen. Wie schnell sich der Boden bildet hängt von all diesen verschiedenen Faktoren ab. Man kann aber davon ausgehen, dass es Jahrhunderte bis Jahrtausende dauert, bis ein Meter Boden entstanden ist.

Ideen zum Weiterforschen

  • Was fällt den Kindern noch ein, wie sich die verschiedenen Steine untersuchen lassen?
  • Wie schwer sind Steine? Und welche Farbe haben die Steine?
  • Woher (z. B. Land, Kontinent) kommen die Steine?

Die Termine für die Fortbildungen „Tür auf! Mein Einstieg in Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ und „Konsum umdenken – entdecken, spiele, selber machen“ sowie für alle weiteren Themen finden Sie in unserem Kalender unter www.jungforscher-thueringen.de.

Am Anfang war der Stein

Bild @ Stiftung Haus der kleinen Forscher

Februar 2022

14. Februar 2022

Forscheridee 1 zum Tag der kleinen Forscher 2022 – Was steckt denn da im Boden?

Der Versuch im Überblick Jeden Tag machen wir uns auf den Weg, um unsere Umgebung zu entdecken und zu erforschen. Dabei bewegen… mehr erfahren ›

Der Versuch im Überblick
Jeden Tag machen wir uns auf den Weg, um unsere Umgebung zu entdecken und zu erforschen. Dabei bewegen wir uns mit unseren Füßen auf verschiedenen Untergründen und wissen oft nicht viel über diese.


Forscherfrage
Doch was befindet sich eigentlich genau unter unseren Füßen?


Alltagsbezüge zur Welt der Kinder

  • Kinder sind dem Boden näher als Erwachsene und buddeln, beobachten, schliddern und bauen: Viele interessieren sich für den Erdboden
  • Der Boden ist nicht überall gleich, geschaufelte Löcher fallen wieder zu, die Bodenfarben unterscheiden sich


Benötigte Materialien

  • Eimer oder Behälter mit Boden von unterschiedlichen Orten, z. B. dem Sand-kasten, einem Blumenbeet, dem Wald oder einer Baustelle (ca. 5 Liter pro Probe)
  • Schaufeln und Siebe
  • Eimer und Schüsseln
  • Messbecher und Küchenwage
  • Glasbehälter
  • Lineal oder Maßband
  • Lupe
  • Papier und Stifte


Der Versuch

  • Bringen Sie für Ihre Bodenuntersuchung Erdboden von unterschiedlichen Orten mit von einem gemeinsamen Ausflug oder zu Hause). Wichtig ist, dass jede Probe groß genug ist, um sie untersuchen zu können (ca. 5 Liter pro Probe). Bei schönem Wetter können Sie das Ganze auch auf einem Ausflug stattfinden lassen. Dann benötigen Sie keine Probe und nehmen Ihr Untersuchen vor Ort vor (sozusagen “im Feld”).
  • Um die Probe gut untersuchen zu können, müssen alle größeren Stücke (z. B. Steine, Stöckchen) entfernt werden. Klumpen können mit einem Mörser zerkleinert werden. Jeder Boden bekommt einen Steckbrief, der gefüllt wird, z. B. mit Fotos und Zeichnungen, bei älteren Kindern auch mit Beschreibungen.
  • Sehen: Schauen Sie sich gemeinsam die verschiedenen Böden an: Wie beschreiben die Kinder ihre Farben? Sind sie dunkel oder hell, mehrfarbig oder einfarbig? Welche einzelnen Bestandteile können die Kinder sehen und was können die Kinder noch unterscheiden? Die Kinder können Farben und die Struktur auf den Steckbrief malen.
  • Riechen: Riechen die Böden ähnlich oder sehr unterschiedlich? Wie kann der Geruch beschrieben oder dargestellt werden?
  • Tasten: Wie fühlt sich der Boden an? Klebt er beim Zerreiben an den Händen oder rieselt alles zwischen den Fingern durch? Wie kann der Boden geformt werden?
  • Hören: Welche Geräusche macht der Boden, wenn der dieser zwischen den Fingern zerrieben wird?
  • Schlämmerprobe: Um unterschiedliche Bestandteile einzelner Böden sichtbar zu machen, müssen Glasbehälter halb mit einer Sorte Boden befüllt und mit Wasser aufgefüllt werden. Dann rühren die Kinder die Proben bzw. schütteln sie, wenn sie sich in gut verschließbaren Behältern befinden (Schraubgläser sind gut geeignet). Anschließend brauchen die einzelnen Bestandteile etwa eine halbe Stunde Zeit, um sich abzusetzen. In dieser Zeit können die Kinder beobachten, wie unterschiedlich sich die einzelnen Schichten absetzen oder aufschwimmen. Wichtig ist, dass sie die Gläser dabei nicht bewegen. Wie sieht nach einer halben Stunde die Schicht ganz unten aus und wie hoch ist sie bei welcher Probe? Welche unterschiedlichen Schichten können identifiziert werden? Ändert sich das, wenn die Behälter noch länger stehen bleiben?


Wissenswertes für Erwachsene
Der Erdboden setzt sich zusammen aus Teilchen unterschiedlicher Korngröße. Ton ist am Feinsten, dann folgt der Schluff und am Gröbsten ist der Sand. Außerdem enthält vor allem die obere Schicht eine Menge unzersetztes organisches Material. Entsprech-end der unterschiedlichen Zusammensetzung des Bodens, verhält sich dieser bei den Untersuchungen auch verschieden. Das organische Material lässt sich schlecht sieben, der Sand ist heller und ein Liter lehmiger Boden schwerer als ein sandiger.
Diese Untersuchungen machen auch professionelle Bodenforscherinnen und -forscher, z. B. wenn sie wissen wollen, ob der Boden für den Anbau bestimmter Feldfrüchte geeignet ist.


Ideen zum Weiterforschen

  • Was fällt den Kindern noch ein, wie sich die verschiedenen Böden untersuchen lassen?
  • Wiegt jeder Liter Boden gleich viel?
  • Kann jeder Boden gleich gut durchsiebt werden? Welche Teile bleiben im Sieb hängen und welche fallen hindurch?


Die Termine für die Fortbildungen „Tür auf! Mein Einstieg in Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ und „Konsum umdenken – entdecken, spiele, selber machen“ sowie für alle weiteren Themen finden Sie in unserem Kalender unter www.jungforscher-thueringen.de.

Was steckt da im Boden?

Bild: @ Stiftung Haus der kleinen Forscher

Januar 2022

10. Januar 2022

Newsletter I Januar 2022

Mit dem Versand des neuen Newsletters an alle Kitas, Horte und Grundschulen in Thüringen starten wir in das neue Fortbildungsjahr 2022. Gemeinsam… mehr erfahren ›

Mit dem Versand des neuen Newsletters an alle Kitas, Horte und Grundschulen in Thüringen starten wir in das neue Fortbildungsjahr 2022. Gemeinsam mit Ihnen möchten wir in unseren Online- sowie den Präsenz-Fortbildungen rund um die Themen MINT für eine nachhaltige Entwicklung spannende Phänomene entdecken und Ihren Forscherfragen auf den Grund gehen.

Der neue Newsletter “Thüringen – Land der kleinen Forscher” steht Ihnen hier zum Download bereit und wird Ihnen ebenso per Mail zugehen.

Aus dem Inhalt:

  • Rückblick Tag der kleinen Forscher auf der BUGA
  • Ausblick auf den Tag der kleinen Forscher 2022 zum Thema “Geheimnissvolles Erdreich – die Welt unter unseren Füßen”
  • Hinweis auf die Fortbildungen in der Vorberitungswoche 2022
  • Vorstellung der Online-Fortbildung „Ideenwerkstatt – Nachhaltigkeit in der eigenen Einrichtung leben“ und eiens passenden Praxisbeispiels“


Newsletter I Januar 2022

Dezember 2021

17. Dezember 2021

Ansprechpartnerin
Dr. Claudia Grebe Stiftung für Technologie,
Innovation und Forschung Thüringen (STIFT)
Häßlerstraße 8, 99096 Erfurt
Tel 0361 78923-32
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forscher.de
www.stift-thueringen.de

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