Aus dem Eis befreit

Der Versuch im Überblick Gefrorenes Wasser fasziniert. Wie fühlt sich Eis an? Welche Formen hat es? Wie kann Gefrorenes wieder flüssig gemacht… mehr erfahren ›

Der Versuch im Überblick
Gefrorenes Wasser fasziniert. Wie fühlt sich Eis an? Welche Formen hat es? Wie kann Gefrorenes wieder flüssig gemacht werden?

Forscherfrage
Wie können eingefrorene Gegenstände aus dem Eis befreit werden?

Alltagsbezug aufgreifen
Im Sommer kühlen Eiswürfel Getränke. Im Winter lässt sich beobachten, dass Pfützen, Seen oder sogar Bäche gefrieren. Die Oberfläche wird dann fest, spiegelglatt und durchsichtig wie eine Glasscheibe. An Dachrinnen oder Straßenlaternen hängen vielleicht Eiszapfen. Und an einigen Fensterscheiben “wachsen” sogar Eisblumen.

Benötigte Materialien

  • Gefrierschrank
  • kleine Gegenstände zum Einfrieren wie Knöpfe, Steine, Spielfiguren
  • Plastikschalen oder Joghurtbecher
  • Wasser
  • flache Schale
  • Lupen
  • Werkzeuge wie Gabel, kleiner Eispickel und Hammer
  • Handtücher


Coole Überraschung
Bereiten Sie im Gefrierfach, oder bei Minusgraden auch draußen, einen großen oder mehrere kleine Eisblöcke vor, in denen Sie kleine Gegenstände einfrieren. Nutzen Sie dafür z. B. leere Quarkbecher oder Plastikschalen. Stellen Sie den Eisblock in einer flachen Schale auf den Tisch und lassen Sie die Kinder das Eis zunächst genau betrachten – mit und ohne Lupe. Wie sieht die Oberfläche aus? Welche Farbe hat das Eis? Können die Kinder die Gegenstände im Eis gut erkennen? Die Mädchen und Jungen können das Eis auch mit den Händen befühlen oder an ihm lauschen. Was nehmen sie wahr?

Dann untersuchen die Kinder den Eisblock genauer: Wie sind die kleinen Gegenstände wohl ins Eis gekommen? Haben sie schon einmal etwas Ähnliches gesehen? Und wie lassen sich die Dinge wieder befreien? Wie würden die Kinder dabei vorgehen?
Legen Sie bei Bedarf kleine Werkzeuge bereit. Vielleicht bemerken die Kinder, dass sich das feste Eis nicht nur durch Werkzeuge verändert. Ihre warmen Hände und die Wärme im Raum lassen das Eis auftauen. Wie schnell passiert das? Welche Ideen haben die Kinder, um das Schmelzen eventuell zu beschleunigen?


Wissenswertes für Erwachsene
Wasser gefriert zu Eis, wenn die Temperatur unter den Gefrierpunkt bei 0 °C sinkt. Die kleinsten Teilchen des Wassers, die im flüssigen Wasser noch locker nebeneinander lagen und sich frei bewegen konnten, ordnen sich in einer regelmäßigen Struktur an und halten aneinander fest – die Flüssigkeit Wasser wird zum Feststoff Eis. Dieser Vorgang dreht sich um, sobald die Temperatur wieder ansteigt.
In reiner Form besteht Eis aus farblosen Kristallen. Allerdings enthalten Eisblöcke meist feine Luftbläschen, die beim Gefrieren eingeschlossen werden, und die durch die Lichtbrechung weiß erscheinen.


Ideen zum Weiterforschen

  • Welche Materialien können zum Schmelzen des Eises benutzt werden?
  • Was passiert, wenn Eis in heiße Schokolade gegeben wird?
  • Wie kann buntes Eis hergestellt werden?


Die Termine für die Fortbildungen „Forschen mit Wasser“ und „Konsum umdenken – entdecken, spielen, selber machen“ sowie für alle weiteren Themen finden Sie in unserem Kalender unter www.jungforscher-thueringen.de.

Aus dem Eis befreit (pdf)

Bild @ Stiftung Haus der kleinen Forscher

Dezember 2022

Bienenwachstücher selbst herstellen

Der Versuch im Überblick Wer braucht denn Alu- und Frischhaltefolie? Snacks und andere Lebensmittel lassen sich auch umweltfreundlicher einwickeln oder in Schüsseln… mehr erfahren ›

Der Versuch im Überblick
Wer braucht denn Alu- und Frischhaltefolie? Snacks und andere Lebensmittel lassen sich auch umweltfreundlicher einwickeln oder in Schüsseln abdecken. Testen Sie dafür selbstgemachte Bienenwachstücher.

Forscherfrage
Wie können Lebensmittel umweltfreundlich verpackt und transportiert werden?

Alltagsbezug aufgreifen
Beim Frühstück ist etwas Obst übrig geblieben. Für den Ausflug in der Kita oder Grundschule müssen Snacks eingepackt werden. Wenn keine Dose mit Deckel zur Hand ist, muss nicht unbedingt zur Alu- oder Plastikfolie gegriffen werden. Es gibt eine naturfreundliche Variante, um die Lebensmittel zu verpacken und somit frisch zu halten.

Benötigte Materialien

  • dünnen Baumwollstoff in gewünschter Größe, z. B. 30 x 30 cm, am besten in Bioqualität
  • Bienenwachs, am besten in Pastillenform oder als Platte – erhältlich in einigen Drogeriemärkten, Apotheke oder natürlich bei Personen, die imkern
  • Backblech, Backpapier und Backpinsel
  • Backofen


Bienenwachstücher herstellen
Heizen Sie zusammen mit den Kindern den Backofen auf 70 Grad. Bevor Sie das Backblech hineingeben, legen Sie es mit Backpapier aus und breiten das Stück Baumwollstoff möglichst faltenfrei darauf aus. Dann verteilen Sie zwei bis drei Esslöffel Wachspastillen gleichmäßig auf dem Stoff. Nach etwa zehn Minuten im Ofen sollte das Wachs geschmolzen sein. Nehmen Sie das Blech heraus und verteilen Sie das flüssige Wachs mit dem Backpinsel, so dass das Stoffstück gleichmäßig durchtränkt wird. Heben Sie das Wachstuch an zwei Ecken an und schwenken Sie es wenige Sekunden durch die Luft – es kühlt ab und wird dabei etwas steif. Wenn Sie mögen, bügeln Sie das Wachstuch anschließend zwischen zwei Lagen Backpapier, dann verteilt sich das Wachs noch etwas gleichmäßiger.

Erforschen Sie nun gemeinsam mit den Kindern die besonderen Eigenschaften der Wachstücher. Formen Sie das Tuch und beobachten Sie, wie es durch die Handwärme biegsam wird und anschließend die neue Form behält. Schmiegt sich das Tuch gut um den runden Apfel? Hält es, ohne zu rutschen, auf dem Schüsselrand? Testen Sie auch, ob das Wachstuch wirklich wasserabweisend ist. Halten Sie es dazu unter den kalten Wasserstrahl und beobachten Sie zusammen, was passiert. Was ist anders im Vergleich zum ursprünglichen Baumwollstoff?


Wissenswertes für Erwachsene
1905 wurde die Alufolie erfunden. Im Haushalt ist sie heute weit verbreitet. Sie ist biegsam, leicht, hitzebeständig und geschmacks- und geruchsneutral. Darum ist sie sehr praktisch für das Einpacken von Essen, beim Backen, Kochen oder Grillen. Allerdings erfordert die Herstellung von Aluminium extrem viel Energie und ist für die Umwelt sehr belastend. Durch Recycling kann dieser Energieaufwand stark verringert werden. Noch besser ist, auf umweltfreundliche Alternativen im Haushalt zu setzen. Essen lässt sich auch gut in Dosen, Schraubgläsern, mit Butterbrotpapier oder wiederverwendbaren Wachstüchern schützen.


Ideen zum Weiterforschen

  • Welche alternativen Materialien können noch für Verpackungen verwendet werden?
  • Was passiert, wenn das Bienenwachstuch warm oder kalt wird?
  • Können die Bienenwachstücher gewaschen werden?


Die Termine für die Fortbildungen „Tür auf! Mein Einstieg in Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“, „Forschen mit Wasser“ und „Konsum umdenken – entdecken, spielen, selber machen“ sowie für alle weiteren Themen finden Sie in unserem Kalender unter www.jungforscher-thueringen.de.

Bienenwachstücher (pdf)

Bild @ Stiftung Haus der kleinen Forscher

September 2022

Forscheridee 1 zum Tag der kleinen Forscher 2022 – Was steckt denn da im Boden?

Der Versuch im Überblick Jeden Tag machen wir uns auf den Weg, um unsere Umgebung zu entdecken und zu erforschen. Dabei bewegen… mehr erfahren ›

Der Versuch im Überblick
Jeden Tag machen wir uns auf den Weg, um unsere Umgebung zu entdecken und zu erforschen. Dabei bewegen wir uns mit unseren Füßen auf verschiedenen Untergründen und wissen oft nicht viel über diese.


Forscherfrage
Doch was befindet sich eigentlich genau unter unseren Füßen?


Alltagsbezüge zur Welt der Kinder

  • Kinder sind dem Boden näher als Erwachsene und buddeln, beobachten, schliddern und bauen: Viele interessieren sich für den Erdboden
  • Der Boden ist nicht überall gleich, geschaufelte Löcher fallen wieder zu, die Bodenfarben unterscheiden sich


Benötigte Materialien

  • Eimer oder Behälter mit Boden von unterschiedlichen Orten, z. B. dem Sand-kasten, einem Blumenbeet, dem Wald oder einer Baustelle (ca. 5 Liter pro Probe)
  • Schaufeln und Siebe
  • Eimer und Schüsseln
  • Messbecher und Küchenwage
  • Glasbehälter
  • Lineal oder Maßband
  • Lupe
  • Papier und Stifte


Der Versuch

  • Bringen Sie für Ihre Bodenuntersuchung Erdboden von unterschiedlichen Orten mit von einem gemeinsamen Ausflug oder zu Hause). Wichtig ist, dass jede Probe groß genug ist, um sie untersuchen zu können (ca. 5 Liter pro Probe). Bei schönem Wetter können Sie das Ganze auch auf einem Ausflug stattfinden lassen. Dann benötigen Sie keine Probe und nehmen Ihr Untersuchen vor Ort vor (sozusagen “im Feld”).
  • Um die Probe gut untersuchen zu können, müssen alle größeren Stücke (z. B. Steine, Stöckchen) entfernt werden. Klumpen können mit einem Mörser zerkleinert werden. Jeder Boden bekommt einen Steckbrief, der gefüllt wird, z. B. mit Fotos und Zeichnungen, bei älteren Kindern auch mit Beschreibungen.
  • Sehen: Schauen Sie sich gemeinsam die verschiedenen Böden an: Wie beschreiben die Kinder ihre Farben? Sind sie dunkel oder hell, mehrfarbig oder einfarbig? Welche einzelnen Bestandteile können die Kinder sehen und was können die Kinder noch unterscheiden? Die Kinder können Farben und die Struktur auf den Steckbrief malen.
  • Riechen: Riechen die Böden ähnlich oder sehr unterschiedlich? Wie kann der Geruch beschrieben oder dargestellt werden?
  • Tasten: Wie fühlt sich der Boden an? Klebt er beim Zerreiben an den Händen oder rieselt alles zwischen den Fingern durch? Wie kann der Boden geformt werden?
  • Hören: Welche Geräusche macht der Boden, wenn der dieser zwischen den Fingern zerrieben wird?
  • Schlämmerprobe: Um unterschiedliche Bestandteile einzelner Böden sichtbar zu machen, müssen Glasbehälter halb mit einer Sorte Boden befüllt und mit Wasser aufgefüllt werden. Dann rühren die Kinder die Proben bzw. schütteln sie, wenn sie sich in gut verschließbaren Behältern befinden (Schraubgläser sind gut geeignet). Anschließend brauchen die einzelnen Bestandteile etwa eine halbe Stunde Zeit, um sich abzusetzen. In dieser Zeit können die Kinder beobachten, wie unterschiedlich sich die einzelnen Schichten absetzen oder aufschwimmen. Wichtig ist, dass sie die Gläser dabei nicht bewegen. Wie sieht nach einer halben Stunde die Schicht ganz unten aus und wie hoch ist sie bei welcher Probe? Welche unterschiedlichen Schichten können identifiziert werden? Ändert sich das, wenn die Behälter noch länger stehen bleiben?


Wissenswertes für Erwachsene
Der Erdboden setzt sich zusammen aus Teilchen unterschiedlicher Korngröße. Ton ist am Feinsten, dann folgt der Schluff und am Gröbsten ist der Sand. Außerdem enthält vor allem die obere Schicht eine Menge unzersetztes organisches Material. Entsprech-end der unterschiedlichen Zusammensetzung des Bodens, verhält sich dieser bei den Untersuchungen auch verschieden. Das organische Material lässt sich schlecht sieben, der Sand ist heller und ein Liter lehmiger Boden schwerer als ein sandiger.
Diese Untersuchungen machen auch professionelle Bodenforscherinnen und -forscher, z. B. wenn sie wissen wollen, ob der Boden für den Anbau bestimmter Feldfrüchte geeignet ist.


Ideen zum Weiterforschen

  • Was fällt den Kindern noch ein, wie sich die verschiedenen Böden untersuchen lassen?
  • Wiegt jeder Liter Boden gleich viel?
  • Kann jeder Boden gleich gut durchsiebt werden? Welche Teile bleiben im Sieb hängen und welche fallen hindurch?


Die Termine für die Fortbildungen „Tür auf! Mein Einstieg in Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ und „Konsum umdenken – entdecken, spiele, selber machen“ sowie für alle weiteren Themen finden Sie in unserem Kalender unter www.jungforscher-thueringen.de.

Was steckt da im Boden?

Bild: @ Stiftung Haus der kleinen Forscher

Januar 2022

Wie bleiben unsere Füße im Winter warm?

Der Versuch im Überblick Wann schützt ein Kleidungsstück am besten vor Kälte und Nässe schützt (z. B. Schuh). Forscherfrage Wie bleiben die… mehr erfahren ›

Der Versuch im Überblick
Wann schützt ein Kleidungsstück am besten vor Kälte und Nässe schützt (z. B. Schuh).

Forscherfrage
Wie bleiben die Füße warm?


Alltagsbezüge zur Welt der Kinder

  • Herbst- und Wintertage können trübe, feucht und eisig sein.
  • Oft bekommen nicht nur die Kinder schnell kalte Hände und Füße.


Benötigte Materialien

  • Thermo-Einlegsohle
  • Alufolie
  • Rettungsfolie
  • Plastiktüte
  • Kork
  • Kuscheltierstoff
  • Filz
  • Zeitungspapier
  • Stifte
  • Scheren


Der Versuch

  • Die Kinder bringen Winterschuhe und Handschuhe in den Gruppenraum. Sehen Sie sich diese Sachen zusammen an. Wodurch, glauben die Kinder, halten diese warm? Was daran könnte wichtig sein für das Warmhaltevermögen?
  • Die Kinder probieren aus, welche Handschuhe und Schuhe besonders wärmen. Was unterscheidet die verschiedenen Handschuhe bzw. Schuhe voneinander? Aus welchem Material bestehen sie: z. B. Leder, Kunststoff oder Fell.
  • Zerlegen Sie gemeinsam eine gekaufte Thermo-Einlegsohle: Woraus bestehen die Schichten? Was ist charakteristisch daran? Manche Sohlen haben Schichten aus Alufolie, fast alle besitzen eine luftige Schicht aus Schafswolle, Schaumstoff, Kork oder Filz.
  • Lassen Sie die Kinder nun eigene Thermosohlen herstellen und überlegen sie gemeinsam, welche Materialien Sie ausprobieren möchten, z. B. Alufolie, Rettungsfolie, Plastiktüten, Kork, etwas Kuscheltierstoff, Zeitungspapier oder Filz.
  • Die Kinder suchen sich ein Material aus, malen darauf den Abdruck eines Fußes nach und schneiden die Sohle aus. Dann legen sie die Sohle in einen ihrer Schuhe, ziehen sich an und gehen zum Testen eine Zeit lang raus in die Kälte. Achten Sie darauf, dass die Schuhe der Kinder durch die Sohle nicht zu eng werden.


Wissenswertes für Erwachsene
In stehender Luft kann Wärme schlecht übertragen werden. Darum isoliert unbewegte Luft sehr gut. In Winterkleidung und Tierfellen ist viel Raum für Luft. Sie ist in den Poren des Schaumstoffs oder den Haaren der Tiere gefangen. Manche stopfen zerknüllte Zeitungen als Isolierschicht in ihre Schuhe. Auch dort ist Luft eingeschlossen und hält die Wärme. Wenn die Schuhe dadurch zu eng werden, wird zum einen die Luft weggedrückt und zum anderen die Blutzirkulation erschwert. Dann beginnen die Füße zu frieren.
Wenn wir im Wind stehen, d. h. wenn sich die Luft um uns herum bewegt, wird unsere Körperwärme quasi mit der Luft davongeblasen – daher empfinden wir den Wind als kalt. Wenn wir feucht oder nass werden, frieren wir sehr schnell, denn während die Feuchtigkeit verdunstet, wird unserem Körper ebenfalls Wärme entzogen. Wasser leitet unsere Körperwärme besser nach außen als Luft. Kunststoff in den Schuhen verhindert, dass Feuchtigkeit nach außen entweichen kann. Die Aluminiumschicht in der Sohle reflektiert die Wärme der Füße zurück ins Innere des Schuhs. So bleibt sie dem Fuß erhalten.

Ideen zum Weiterforschen

  • Was ist, wenn ich Wasser auf Schuhe gebe? Dringt das Wasser durch die Schuhe inb das Innere des Schuhs?
  • Was ist mit den anderen Kleidungsstücken z. B. Skihosen?
  • Welche Mütze wärmt am meisten und aus welchem wärmenden Material sollte diese bestehen?


Die Termine für die Fortbildungen „Tür auf! Mein Einstieg in Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“, „Forschen rund um den Körper“, „Konsum umdenken – entdecken, spiele, selber machen“ sowie für alle weiteren Themen finden Sie in unserem Kalender unter www.jungforscher-thueringen.de.

Warme Füße

Quelle: Stiftung Haus der kleinen Forscher
Bild: @Olg Kruglov/thinkstock.com

November 2021

Forschersinne in der Natur wecken

Der Versuch im Überblick Das Erleben der Natur mit allen Sinnen Forscherfrage Kann man Jahreszeiten riechen? Alltagsbezüge zur Welt der Kinder Die… mehr erfahren ›

Der Versuch im Überblick
Das Erleben der Natur mit allen Sinnen

Forscherfrage
Kann man Jahreszeiten riechen?

Alltagsbezüge zur Welt der Kinder

  • Die Natur verändert sich immer wieder aufs Neue.
  • Ändert sich die Jahreszeit, nehmen wir wahr, dass es wärmer oder kälter wird, man andere Tiere und Pflanzen sieht und verschiedene Gerüche wahrnimmt.


Benötigte Materialien

  • einen ruhigen Platz in der Natur, z. B. Wald, Wiese oder Park
  • Decke für den Boden


Der Versuch

  • setz dich an einem Ort in der Natur auf eine Decke und nimm eine bequeme Position ein
    schließe nun die Augen
  • konzentriere dich als erstes auf das Hören, danach auf das Riechen und dann auf das Fühlen
  • öffne die Augen, suche dir einen Punkt über dem Horizont und schaue ganz fest auf ihn
  • Kannst du die Bäume um dich herum wahrnehmen, ohne den Kopf zu bewegen? Welche Bewegungen werden trotzdem wahrgenommen? Und wie machen das die Tiere? Wie gut können sie wohl sehen oder riechen und hören?


Wissenswertes für Erwachsene
Der Mensch verfügt über fünf Sinne: sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen. Oft wird auch der Gleichgewichtssinn als der sechste Sinn bezeichnet. Unsere Sinne ermöglichen es uns, Reize wahrzunehmen.
Menschen können über den Sehsinn in einem Radius von bis zu 180 Grad Dinge um sich herum wahrnehmen, ohne sich selbst zu bewegen. Man nennt dies auch den Eulen- oder Weitwinkelblick. Rehe machen das z. B. genauso. Sie müssen beim Fressen gleichzeitig jede Bewegung in ihrer Umgebung achtsam wahrnehmen, um Gefahren rechtzeitig zu erkennen.
Kleinkinder nutzen instinktiv all ihre Sinne. Je älter sie werden, umso mehr fokussiert sich die Wahrnehmung auf das Sehen und Hören. Dabei sollten wir nicht verlernen, mit allen Sinnen wahrzunehmen und zu genießen.
Wenn wir unsere Sinne schulen, nehmen wir Sinneseindrücke bewusster wahr, wir werden aufmerksamer und achtsamer. So können wir hellwach in der Natur unterwegs sein. Wenn es uns dann noch gelingt, die Tiere nicht durch unser Erscheinen zu stören, können wir tolle Beobachtungen machen.


Ideen zum Weiterforschen

  • Was passiert, wenn ihr euch nur auf einen Sinn fokussiert?
  • Wie unterscheidet sich die Wahrnehmung an unterschiedlichen Orten?
  • Was nehmt ihr bei einer verstopften Nase war?


Die Termine für die Fortbildungen „Tür auf! Mein Einstieg in Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“, „Forschen rund um den Körper“ sowie für alle weiteren Themen finden Sie in unserem Kalender unter www.jungforscher-thueringen.de.

Natur riechen (PDF)

Oktober 2021

Wasser bildet immer Tropfen

Der Versuch im Überblick Wie viele Wassertropfen passen auf eine Münze? Nimm dazu die Pipette und träufle einen Wassertropfen nach dem anderen… mehr erfahren ›

Der Versuch im Überblick
Wie viele Wassertropfen passen auf eine Münze? Nimm dazu die Pipette und träufle einen Wassertropfen nach dem anderen auf die Münze.

Alltagsbezüge zur Welt der Kinder

  • fallende Tropfen aus einem Wasserhahn
  • es regnet Tropfen
  • Abperlen eines Wassertropfens von dem Blatt einer Orchidee


Benötigte Materialien

  • Pipette
  • Wasser
  • Münze (z. B. 10-Centstück)



Versuchsabfolge

  • fülle die Pipette voll mit Wasser
  • träufle nun einen Tropfen nach dem andern auf das 10-Centstück & zähle die Tropfen
  • ein „Wasserberg“ entsteht und die „Lupenfunktion“ von Wasser wird deutlich
  • optimiere den Vorgang des „Träufelns“, um noch weitere Tropfen auf den Berg zu bekommen

 


Fragen und Ideen zum Weiterforschen

  • Auf welchem Gegenstand lassen sich noch Wasserberge bilden?
  • Kannst du dir den Wasserberg zu Nutze machen und etwas darauf schwimmen lassen?
  • Was passiert, wenn du Münzen aus anderen Ländern für deinen Wasserberg benutzt?


Das steckt dahinter
Ist Wasser in flüssiger Form bildet es immer Tropfen! Der Grund ist: Die Teilchen des Wassers (= Wassermolekühle) suchen ganz besonders die Bindung zu ihresgleichen und ziehen sich gegenseitig an. An der Oberfläche haben die Wasserteilchen unter und neben sich weitere Wasserteilchen als Nachbarn. Sie halten sich einerseits an diesen Nachbarn an der Wasseroberfläche andererseits an den Nachbarn im Inneren der Flüssigkeit fest. Der Wassertropfen ist also deshalb rund, weil alle äußeren Teilchen „inneren“ Halt haben, d. h. sie ziehen sich alle zueinander zu und bilden dadurch einen Tropfen.

Die Termine für die Fortbildungen zu „Forschen mit Wasser“, “Wasser in Natur und Technik“ sowie für alle weiteren Themen finden Sie in unserem Kalender.

Wasser bildet immer Tropfen (PDF)

Juni 2021

Die schwimmende Mandarine

Der Versuch im Überblick Das Experiment ist einfach, doch verblüffend: Eine Mandarine schwimmt im Wasser. Aber nur, wenn sie ungeschält ist. Entfernt… mehr erfahren ›

Der Versuch im Überblick
Das Experiment ist einfach, doch verblüffend: Eine Mandarine schwimmt im Wasser. Aber nur, wenn sie ungeschält ist. Entfernt man die Schale, geht dieselbe Mandarine sang- und klanglos unter! Wie das?

Benötigte Materialien

  • ein breites durchsichtiges Glas
  • eine Kanne mit Wasser
  • eine Mandarine

 


Die Versuchsabfolge

  • nimm ein breites Glas und stelle es auf den Tisch
  • befülle die Kanne mit Wasser
  • lege dir eine Mandarine bereit
  • schütte das Wasser in das Glas, bis es zu dreiviertel voll ist
  • nimm jetzt die Mandarine und lege sie in das Wasser im Glas, notiere das Ergebnis
  • nimm die Mandarine aus dem Wasser und schäle sie
  • lege die Mandarine jetzt wieder in das Wasser, notiere das Ergebnis

 


Fragen und Ideen zum Weiterforschen

  • Gelingt der Versuch auch mit anderen Obstsorten? Dokumentiere die Versuche.
  • Hat die Temperatur einen Einfluss auf das Experiment?
  • Was geschieht, wenn die Mandarine nur halb geschält wird
  • Was passiert, wenn du Lebensmittelfarbe in das Wasser gibst?



Das steckt dahinter

Die Schwerkraft zieht den Körper nach unten. Die Flüssigkeit drückt den Körper nach oben – das ist der Auftrieb. Von der Größe des Auftriebs hängt es ab, ob ein Körper im Wasser schwimmt oder ob er untergeht. Die Auftriebskraft ist genauso groß wie die Gewichtskraft des durch den Körper verdrängten Wassers. Diese Gewichtskraft wiederum hängt von der Masse des Wassers ab und wächst mit dem Volumen des durch den Körper verdrängten Wassers.

Körper, deren Masse im verdrängten Volumen kleiner ist als die des Wassers, ist der Auftrieb größer als die Schwerkraft. Diese Körper schwimmen an der Wasseroberfläche, und ein Teil ihres Volumens ragt aus dem Wasser heraus. Körper, deren Masse im verdrängten Volumen größer ist als das des Wassers, sinken ab. Das Verhältnis von Masse zu Volumen bezeichnet man als Dichte. Ist die Dichte eines Körpers kleiner als die des Wassers, so schwimmt der Körper. Ist die Dichte des Körpers größer als die des Wassers, so sinkt er auf den Grund.

Nun zur Mandarine: Eine geschälte Mandarine besteht im Wesentlichen aus Wasser, aber auch aus einigen anderen Substanzen, wie etwa die Haut, die den Saft umgibt, Vitamin C oder Fruchtsäuren. Das führt dazu, dass die – geschälte – Mandarine eine etwas höhere Dichte hat als reines Wasser. Ins Wasser gelegt, geht die Mandarine deshalb unter. Anders sieht das für die Mandarine mit Schale aus. Die Schale besteht aus einer dünnen Außenhaut und einer weichen, faserigen Schicht darunter. Diese Schicht enthält viele luftige Poren, aber kaum Wasser. Die Folge: Insgesamt gesehen hat die Mandarine mit Schale nicht nur eine geringere Dichte als die „nackte“ Mandarine sondern auch als das Wasser. Deshalb kann wohl die ungeschälte, nicht aber die geschälte Mandarine schwimmen.

Die Termine für die Fortbildung „Forschen mit Wasser“, “Wasser in Natur und Technik“, “Technik – Kräfte und Wirkungen“, „MINT ist überall“ sowie für alle weiteren Themen finden Sie in unserem Kalender unter www.jungforscher-thueringen.de

Schwimmende Mandarine (PDF)

Dezember 2020

Kann ein Eisblock mit Draht „durchgeschnitten“ werden, ohne dass er zerbricht?

Der Versuch im Überblick Mit Draht und einem Gewicht kann ein Eisblock in der Mitte durchgeschnitten werden, ohne dass er bricht. Benötigte… mehr erfahren ›

Der Versuch im Überblick
Mit Draht und einem Gewicht kann ein Eisblock in der Mitte durchgeschnitten werden, ohne dass er bricht.

Benötigte Materialien

  • Draht
  • Eisblock (z. B. 6 cm x 6 cm)
  • Gewicht (z. B. 3 Milchkartons)
  • Auffangbehälter für Wasser
  • Konstruktion aus 2 Besenstielen über zwei Tischen




Die Versuchsabfolge

  • stelle einen Eisblock her
  • baue eine Konstruktion so, dass der Eisblock links und rechts aufliegt und seine Mitte frei ist
  • wickle einen dünnen Draht um die frei liegende Mitte des Eiswürfels
  • befestige am unteren Ende des Drahtes ein Gewicht
  • beobachte in regelmäßigen Abständen, was mit dem Eisblock und dem Draht passiert

 


Fragen und Ideen zum Weiterforschen

  • Gelingt der Versuch anstatt mit Draht auch mit anderen Strickarten, wie z. B. Bindfaden, Wolle, Angelsehne?
  • Wie kannst du die Zeit sichtbar machen, die es dauert, bis der Eisblock „durchgeschnitten“ ist?
  • Kannst du den Eiswürfel auch an zwei Stellen mit Draht „durchschneiden“, ohne dass er bricht?
  • Baue und dokumentiere verschiedene Konstuktionen. Welche ist am besten für das Experiment geeignet?
  • Wie kannst du aus dem geschmolzenen Eisblock einen neuen herstellen, um dein Experiment, ohne neues Wasser, zu wiederholen?




Das steckt dahinter
Der Draht baut durch das Gewicht lokal ein sehr hoher Druck auf das Eis auf. Durch die Anomalie des Wassers schafft es dieser Druck, das Eis zum Schmelzen zu bringen. Wasser hat bei 4 Grad seine größte Dichte. Bei weniger als 4 Grad ist es weniger dicht, der Draht hat es also sehr leicht durch den Eiswürfel hindurchzuwandern.
Das Eis unter dem Draht beginnt zu schmelzen. Das geschmolzene Wasser wird verdrängt und der Draht „rutscht“ Stück für Stück nach. Das Wasser oberhalb des Drahtes gefriert wieder, denn die große Masse des Eisblockes hat immer noch eine Temperatur weit unter 0 Grad. Die lokale Temperaturerhöhung unter dem Draht wird also mehr als kompensiert. Der Draht kann somit durch den Eisblock wandern. Achtung! Ist der Draht einmal durch den Eisblock gewandert, fällt das Gewicht einfach zu Boden. Aber keine Sorge, der Eisblock bricht nicht. Er ist genauso intakt wie vor dem Versuch. Der Prozess dauert circa 2 – 4 Stunden.
Das Schmelzen von Eis durch Druck nutzen auch Schlittschuhfahrer. Sie können durch den leichten Wasserfilm super über das Eis gleiten, ohne dass das Eis taut.


Die Termine für die Fortbildungen zu „Forschen mit Wasser“, „Wasser in Natur und Technik“, „Technik – Kräfte und Wirkungen“, „MINT ist überall“ sowie für alle weiteren Themen finden Sie in unserem Kalender.

Schmelzender Eisblock (PDF)

Juli 2020

Süßer Fruchtsaft aus Erdbeeren

Der Versuch im Überblick Erdbeeren bilden Fruchtsaft, wenn sie eingezuckert werden. Benötigte Materialien Erdbeeren Schüssel Zucker Esslöffel Messer Brettchen Messbecher Der Versuchsablauf… mehr erfahren ›

Der Versuch im Überblick
Erdbeeren bilden Fruchtsaft, wenn sie eingezuckert werden.

Benötigte Materialien

  • Erdbeeren
  • Schüssel
  • Zucker
  • Esslöffel
  • Messer
  • Brettchen
  • Messbecher


Der Versuchsablauf

  • Erdbeeren waschen, auf einem Brettchen mit einem Messer klein schneiden und in eine Schüssel geben
  • Erdbeeren mit Esslöffeln Zucker überstreuen
  • gezuckerte Erdbeeren 30 Minuten stehen lassen, es bildet sich Fruchtwasser
  • Fruchtwasser in einen Messbecher abgießen und messen, Messung notieren
  • gezuckerte Erdbeeren umrühren und noch weitere 30 Minuten stehen lassen
  • erneut abgießen und messen, wie viel Fruchtwasser hat sich gebildet

 

Ideen zum Weiterforschen

  • Wie viel Fruchtsaft kannst du aus unreifen und reifen Erdbeeren erhalten?
  • Wie viel Fruchtsaft bilden andere Obstsorten im Vergleich zur Erdbeere?
  • Bildet sich unterschiedlich viel Erdbeer-Fruchtsaft bei verschiedenen Zuckerarten?
  • Funktioniert das Experiment auch mit Salz?


Das steckt dahinter
Im Inneren der Erdbeeren sind Wasser und Nährstoffe, wie z. B. Zucker gespeichert. (Fast überreife Erdbeeren besitzen viel Zucker. Unreife Früchte hingegen schmecken noch gar nicht richtig süß. Sie haben wenig Zucker.).

Streut man nun Zucker auf die Erdbeeren, befindet sich um die Früchte eine viel höhere Zuckerkon-zentration, als in ihrem Inneren. In der Natur ist vieles auf Ausgleich bedacht. Auch die hohe Zucker-konzentration außerhalb der Erdbeeren möchte sich mit der niedrigeren Zuckerkonzentration im Inne-ren der Früchte ausgleichen (= Osmose).

Durch die “halbdurchlässigen Membran”, die jede einzelne Zellwand einer Erdbeere umgibt, kann Wasser hindurch, der Zucker aber nicht. Das heißt, der Zucker außerhalb der Erdbeeren kann nicht in deren Zellen wandern. Das Wasser in den Zellen kann aber aus den Erdbeeren austreten. Es löst den auf die Erdbeeren gestreuten Zucker auf und stellt somit einen Konzentrationsausgleich her.
Dieser Vorgang kann auch in umgekehrter Richtung stattfinden: Es passiert häufig, dass bei Regen Tomaten aufplatzen. Das Regenwasser, in dem sich keine gelösten Stoffe befinden, wandert durch die „Zellmembran“ von außen in das Innere der Tomaten. Es versucht einen Konzentrationsausgleich herzustellen. Die dort gelösten Stoffe können jedoch durch die „halbdurchlässige Membran“ nicht aus der Tomate wandern. Im Gegenteil, die Tomaten füllen sich mit Regenwasser und der Druck in ihnen steigt so stark an, dass sie platzen können.

Die Termine für die Fortbildungen „Forschen mit Wasser“, „Tür auf! Mein Einstieg in Bildung für nachhaltige Entwicklung“, „Forschen mit Sprudelgas“ sowie für alle weiteren Themen finden Sie in unserem Kalender unter www.jungforscher-thueringen.de.

Erdbeersaft (pdf)

Mai 2020

Tropfen für Tropfen

Der Versuch im Überblick Transport von Wasser mittels Abwaschlappen um Höhenunterschiede zu überwinden. Gläser Abwaschlappen Schere farbige Tinte Holzklötzer Wasser Die Versuchsabfolge… mehr erfahren ›

Der Versuch im Überblick

Transport von Wasser mittels Abwaschlappen um Höhenunterschiede zu überwinden.

  • Gläser
  • Abwaschlappen
  • Schere
  • farbige Tinte
  • Holzklötzer
  • Wasser

Die Versuchsabfolge

  • schneide von einem Abwaschlappen einen schmalen Streifen ab
  • füll zwei Gläser halbvoll mit Wasser und eines davon zusätzlich noch mit Tinte
  • erhöhe das Glas mit Tinte durch Holzklötzer und stell das Glas mit klarem Wasser direkt daneben auf den Boden
  • feuchte den Abwaschlappen mit Wasser an und häng ein Ende in das Glas mit Tintenwasser und das andere Ende in das Glas mit klarem Wasser
  • hab Geduld und beobachte, was passiert

(Tipp: Du kannst den Abwaschlappen auch in einen durchsichtigen Schlauch stecken und somit verhindern, dass auf dem Transportweg Wasser verloren geht.)

Fragen und Ideen zum Weiterforschen

  • Wie kannst du die Zeit sichtbar machen, die es dauert, bis das Tintenwasser den Schwammstreifen komplett eingefärbt hat?
  • Wie kannst du die Zeit sichtbar machen, die es dauert, bis das Tintenwasser komplett in das Glas mit klarem Wasser „über“-gelaufen ist?
  • Kannst du den Versuchsablauf so dokumentieren, dass andere Kinder das Experiment 1:1 durchführen können?
  • Gelingt es, das gefärbte Wasser mittels Schwammstreifen auch von unten nach oben zu transportieren?
  • Wo hast du schon einmal gesehen, das Wasser von oben nach unten bzw. von unten nach oben fließt? Welche Wassertransportsysteme kennst du hierfür aus deinem Alltag?

Das steckt dahinter
Grundsätzlich gilt, dass Wasser immer von oben nach unten fließt, was in diesem Experiment sehr gut zu beobachten ist.
Über ganz feine Gefäße/ Gewebe kann Wasser jedoch auch „hochsteigen“. Diese Hürde muss das Wasser in unserem Experiment ja zuvorderst überwinden.
Findet ein solcher Wassertransport gegen die Schwerkraft statt, wird die Wirkung auch als Kapillarwirkung bezeichnet. Wir kennen Sie von den Pflanzen. Allerdings wird die Wirkung bei einer Pflanze noch durch eine zusätzliche Sogwirkung verstärkt. Das Wasser wird zusätzlich von unten nach oben gezogen, weil in den Blättern der Pflanze ständig Wasser verdunstet. Es entsteht also ein „Wassermangel“ (Unterdruck) im Blatt, wodurch das Wasser aus dem Boden angesogen wird.

Die Termine für die Fortbildungen zu „Forschen mit Wasser“, “Wasser in Natur und Technik“ sowie für alle weiteren Themen finden Sie in unserem Kalender.

Tropfen für Tropfen (PDF)

Juli 2020

Bohnen haben Sprengkraft

Der Versuch im Überblick Bohnen sprengen Gips durch Keimen und Wachsen. Bohnen (Erbsen auch möglich) Gips einen durchsichtigen Plastebecher Wasser Löffel Blumensprüher… mehr erfahren ›

Der Versuch im Überblick

Bohnen sprengen Gips durch Keimen und Wachsen.

  • Bohnen (Erbsen auch möglich)
  • Gips
  • einen durchsichtigen Plastebecher
  • Wasser
  • Löffel
  • Blumensprüher

 

Die Versuchsabfolge

  • nimm den Löffel und rühr den Gips zusammen mit Wasser im Plastebecher an
  • nimm eine Hand voll Bohnen und rühr sie unter den zähflüssigen Gips
  • lass das Bohnen-Gips-Gemisch ein paar Tage stehen
  • beobachte, was passiert

Tipp: Du kannst den Gips von Zeit zu Zeit mit einem Blumensprüher befeuchten.

Fragen und Ideen zum Weiterforschen

  • Wie kannst du die Zeit sichtbar machen, die es dauert, bis die Bohnen durch den Gips keimen?
  • Kannst du den Versuchsablauf so dokumentieren, dass andere Kinder das Experiment 1 : 1 durchführen können? Welche Dokumentationsarten fallen dir dazu ein?
  • Mit welchen Bohnensorten gelingt dein Experiment?
  • Gelingt dein Experiment auch, mit Zement anstatt Gips?
  • Wo in deinem Alltag hast du schon einmal beobachtet, das Pflanzen Mauern und Böden „sprengen“?

 

Das steckt dahinter

Wie alle Pflanzen bestehen Bohnen aus vielen kleinen Zellen. Diese können sehr viel Wasser aufnehmen. Dadurch werden die Zellen größer und praller. Der Druck, der hier durch die Bohnen auf den Gips entsteht, kann so groß werden, dass der Gips zersprengt und aus der Bohne eine kleine Pflanze keimen und wachsen kann.

Die Termine für die Fortbildungen zu „Forschen mit Wasser“, “Wasser in Natur und Technik“, „Tür auf! Mein Einstieg in Bildung für nachhaltige Entwicklung“ sowie für alle weiteren Themen finden Sie in unserem Kalender.

Bohnen haben Sprengkraft (PDF)

April 2020

Farbenduell mit Zucker und Wasser

Der Versuch im Überblick Zwei mit verschiedenen Stoffen gefärbte Zuckerwürfel lösen sich unterschiedlich intensiv und schnell im Wasser auf. Es entsteht eine… mehr erfahren ›

Der Versuch im Überblick
Zwei mit verschiedenen Stoffen gefärbte Zuckerwürfel lösen sich unterschiedlich intensiv und schnell im Wasser auf. Es entsteht eine „Haut“ zwischen beiden Stoffgemischen.

Benötigte Materialien
• 2 Zuckerwürfel
• weißer Teller
• 2 verschiedene Farben (z. B. Lebensmittelfarbe und Tinte)
• 2 Pipetten
• Wasser

Die Versuchsabfolge

  • stell einen weißen Teller auf den Tisch
  • leg zwei Zuckerwürfel auf den Teller
  • nimm eine Pipette und beträufle einen der Würfel mit Lebensmittelfarbe und den anderen mit Tinte (wenn du magst, kannst du die Zuckerwürfel über Nacht trocknen lassen)
  • nimm die zweite Pipette und träufle abwechselnd Wasser auf die beiden Würfel
  • beobachte, wie sich die beiden gefärbten Zuckerlösungen aufeinander zu bewegen

 

Fragen und Ideen zum Weiterforschen

  • Wie kannst du die Zeit sichtbar machen, die es dauert, bis sich die beiden Lösungen beginnen zu vermischen?
  • Kannst du den Versuchsablauf so beschreiben und dokumentieren, dass andere Kinder das Experiment 1:1 so durchführen können, wie du?
  • Gelingt dein Experiment auch mit drei oder mehr Zuckerwürfeln?
  • Gelingt dein Experiment auch, wenn du entweder nur Lebensmittelfarbe oder nur Tinte verwendest?
  • Gelingt dein Experiment auch mit anderen Zuckerarten oder sogar mit Salz?
  • Hast du das „Aufeinandertreffen“ verschiedener Gewässer schon einmal in der Natur beobachten können? Wenn ja, wo?

 

Das steckt dahinter
Die Wassermoleküle sind ständig in Bewegung. Sie vermischen sich mit der Tinte und lösen den Zuckerwürfel auf. Sie vermischen sich mit der Lebensmittelfarbe und lösen den Zuckerwürfel ebenso auf. Treffen durch Hinzugeben von Wasser die beiden Lösungen aufeinander, streben sie einen Ausgleich ihrer unterschiedlichen Konzentrationen an. Die Vermutung liegt nahe, dass sich beide ganz allmählich, aber gleichmäßig vermischen.

Es passiert jedoch folgendes: Beide Lösungen stehen sich erst einmal „frontal“ gegenüber und vermischen sich nicht. Es scheint, als entstünde eine dünne „Haut“. Diese „Haut“ ist bereits aus zahlreichen Versuchen zum Thema “Oberflächenspannung” von Wasser bekannt. Tinte und Lebensmittelfarbe haben offensichtlich unterschiedliche Oberflächenspannungen, die das Vermischen der beiden Lösungen erst nach einer längeren Weile möglich machen.

Die Termine für die Fortbildungen zu „Forschen mit Wasser“, “Wasser in Natur und Technik“, „Forschen zu Sprudelgas“ sowie für alle weiteren Themen finden Sie in unserem Kalender.

Farbenduell_Bilder (PDF)

März 2020

Gelingt es, eine Kerze hinter einer Flasche auszupusten?

Der Versuch im Überblick Mit genug Puste gelingt es, eine Kerze hinter einer Flasche auszupusten. Hinweis Das Experiment sollte von einem Erwachsenen… mehr erfahren ›

Der Versuch im Überblick

Mit genug Puste gelingt es, eine Kerze hinter einer Flasche auszupusten.

Hinweis

Das Experiment sollte von einem Erwachsenen umgesetzt oder beaufsichtigt werden.

Benötigte Materialien

  • ein Feuerzeug (vorzugsweise Stabfeuerzeug)
  • eine Glasflasche
  • eine Kerze/ein Teelicht

 

Die Versuchsabfolge

  • man stelle eine brennende Kerze hinter eine Flasche
  • nun puste man auf Höhe der Kerze gegen die Flasche
  • pustet man zu zaghaft, fängt die Kerze an zu flackern
  • pustest man stark genug, geht das Teelicht aus

 

 Fragen und Ideen zum Weiterforschen

  • Kannst man die Kerze auch auspusten, wenn die Flasche kleiner oder größer sowie dünner oder dicker ist?
  • Kannst man die Kerze auch auspusten, wenn andersförmige Gegenstände vor der Kerze stehen?
  • Wie weit entfernt von der Flasche kann die Kerze maximal stehen, um sie ohne Probleme auspusten zu können?

 

Das steckt dahinter

Treffen strömende Gase gegen eine gekrümmte Oberfläche, folgen sie dieser, solange die Krümmung der Oberfläche nicht zu stark ist. Die ankommende Luftströmung verdrängt die Luft an der Krümmung und füllt den so entstandenen Raum dann selbst aus. Die verdrängte Luft wird links und rechts entlang der Flasche geschoben und bildet hinter der Flasche wieder eine Strömung. Diese ist stark genug, um die Kerze auszupusten. Es ist, als stelle die Flasche überhaut kein Hindernis dar.

Dieser Effekt wird auch Coanda-Effekt genannt. Er lässt sich gut beobachten. Denn pustet man nur schwach gegen die Flasche, dann flackert das Teelicht ziemlich stark. Der Coanda-Effekt funktioniert in gleicher Weise mit Flüssigkeiten. Hält man einen kleinen Ball in einen Wasserstrahl, ist gut zu erkennen, wie das Wasser an der runden Form entlangläuft.

Die Termine für die Fortbildungen zu „Forschen mit Luft“, „MINT ist überall“ sowie für alle weiteren Themen finden Sie in unserem Kalender.

Kerze_auspusten (PDF)

Dezember 2019

Bilder aus Salzkristallen

Der Versuch im Überblick Mit Salz auf schwarzem Tonkarton zeichnen. Forscherfrage Wieviel Salz muss im heißen Wasser gelöst sein, um damit ein… mehr erfahren ›

Der Versuch im Überblick
Mit Salz auf schwarzem Tonkarton zeichnen.

Forscherfrage
Wieviel Salz muss im heißen Wasser gelöst sein, um damit ein Bild aus Salz zeichnen zu können?

Alltagsbezüge zur Welt der Kinder
• Salzrand beim Nudeln oder Kartoffeln Kochen
• Salzrand an Schuhen, nachdem man im Winter über eine mit Salz gestreute Straße gelaufen ist

Benötigte Materialien
• schwarzer Tonkarton
• Salz
• Pinsel
• warmes Wasser
• Tasse
• Löffel
• Taschenlampe

Der Versuch
• füll eine Tasse ¾ mit warmem Wasser
• gib unter Rühren so lange Salz mit dem Löffel ins Wasser, bis sich kein Salz mehr auflöst
• nimm das „Salzwasser“ und zeichne mit dem Pinsel ein Motiv auf den schwarzen Tonkarton
• lass das „Salzbild“ trocknen
• leuchte das „Salzbild“ mit der Taschenlampe an und sieh, wie es funkelt

Das steckt dahinter
Salz löst sich vor allem in warmem Wasser gut auf. Die „Teilchen des Wassers“ (Wassermolekühle) schieben sich zwischen die winzigen „Salzteilchen“ und trennen sie voneinander. Umso mehr Salz ins Wasser gegeben wird, umso „gesättigter wird die Lösung“. Das heißt, irgendwann kann das Wasser keine „Salzteilchen“ mehr aufnehmen und somit voneinander trennen.
Das Wasser vom „Salzwasser“ auf dem Tonkarton verdunstet Schritt für Schritt wieder. Es geht in einen anderen Aggregatzustand über (= Dampf). Die „Salzteilchen“ hingegen werden wieder freigegeben und können sich erneut zu Salzkristallen verbinden. Diese bleiben auf dem schwarzen Tonkarton zurück. Ein funkelndes Motiv ist zu erkennen.

Ideen zum Weiterforschen
Wie sieht das „Salzbild“ aus, wenn nur wenig Salz mit Wasser verrührt wird?
Kannst du ein Bild auch mit Salzwasser aus der Natur malen?
Funktioniert dein Experiment auch mit Zucker?

Die Termine für die Fortbildungen „Forschen mit Wasser“, „Forschen mit Sprudelgas“ sowie für alle weiteren Themen finden Sie in unserem Kalender unter www.jungforscher-thueringen.de.

Bilder aus Salzkristallen (PDF)

September 2019

Schwimmen und Sinken am Beispiel „Schokolade“

Schwimmt oder sinkt ein Schokoladenhohlkörper im Vergleich zu einer Tafel Schokolade im Wasser? Alltagsbezug zur Welt der Kinder Kakao in kalter und… mehr erfahren ›

Schwimmt oder sinkt ein Schokoladenhohlkörper im Vergleich zu einer Tafel Schokolade im Wasser?

Alltagsbezug zur Welt der Kinder

  • Kakao in kalter und in warmer Milch
  • schwimmende und sinkende Gegenstände in Gewässern
  • Luftkissenboote

 

Benötigte Materialien

  • Schüssel (zur besseren Beobachtung eignet sich eine Glasschüssel)
  • Wasser
  • Tafel Schokolade, schwerer als der Schokoladenhohlkörper
  • Schokoladenhohlkörper
  • Waage
  • Messer
  • Stift und Zettel

 

Die Versuchsabfolge

  • Schüssel zu 2/3 mit Wasser füllen
  • Tafel Schokolade und Schokoladenhohlkörper auspacken
  • Schokoladenhohlkörper wiegen, Gewicht notieren
  • Tafel Schokolade wiegen, Gewicht notieren
  • sichtbar wird, dass die Tafel Schokolade schwerer ist, als der Schokoladenhohlkörper
  • um einen Vergleich möglich zu machen, wir die Tafel Schokolade vorsichtig mit dem Messer abgeschnitten, so dass sie in etwa das gleiche Gewicht hat, wie der Schokoladenhohlkörper
  • Schokoladenhohlkörper und Tafel Schokolade ins Wasser legen und schauen, was passiert
  • Schokolade kann abgetrocknet und dann immer noch gegessen werden

 

Das steckt dahinter

Ob etwas im Wasser schwimmt oder sinkt, wird einerseits von der Dichte des Gegenstandes und andererseits von der Dichte des Wassers bestimmt. Das ist auch bei diesen beiden unterschiedlichen Schokoladenformen – Tafel und Hohlkörper – so, obwohl beide auf ein annähernd gleiches Gewicht gebracht werden.

Der Schokoladenhohlkörper schwimmt, wenn man ihn ins Wasser legt. Er hat einen großen (mit Luft gefüllten) Hohlraum, auf den sich das Gewicht verteilt. Die Tafel Schokolade geht hingegen im Wasser unter. Sie hat keinen großen Hohlraum. Das heißt, dass ihr Gewicht auf ihren „Raum“ bezogen, größer und die Schokoladentafel somit dichter ist. Im Vergleich hat nun der Schokoladenhohlkörper eine geringere Dichte als die Tafel Schokolade.

Die Dichte ist eine Eigenschaft des Materials. Umso dichter ein Gegenstand ist, umso mehr wiegt er und umso weniger Raum nimmt er dabei ein. Ist ein Gegenstand dichter als Wasser, sinkt er, ist er weniger dicht als Wasser, kann er schwimmen.

„Die „Dichte“ hat auch Eingang in unsere Alltagssprache gefunden: So lassen uns z. B. Busfahrer ‚dichter zusammenrücken‘, damit mehr Menschen in denselben Bus passen“, so das Haus der kleinen Forscher.[1]

 

Ideen zum Weiterforschen

  • Gegenstände mit deutlichen Gemeinsamkeiten und Unterschieden, wie Gewicht, Größe, Farbe, Form
  • Gegenstände, die nur aus einem einzigen Material bestehend, wie Stein, Wachs, Münzen, Styropor
  • Gegenstände, die aus dem gleichen Material bestehen, aber eine unterschiedliche Form haben, z. B. Knete

 

Forscherfragen

  • Wie unterscheiden sich die schwimmenden von den nicht schwimmenden Gegenständen?
  • Welche Eigenschaften sind dafür verantwortlich, ob etwas schwimmt oder sinkt?
  • Ändert sich das Schwimm- und Sinkverhalten, wenn ein Gegenstand gleichen Materials vergrößert oder verkleinert wird?

 

Die Termine für die Fortbildungen „Forschen zu Wasser in Natur und Technik“, „Forschen mit Luft“ sowie für alle weiteren Themen finden Sie in unserem Kalender.

[1] www.haus-der-kleinen-forscher.de/de/praxisanregungen/experimente-themen/wasser/experiment/schwimmt-es-oder-schwimmt-es-nicht abgerufen am 23.04.2019

Schwimmen und Sinken (PDF)

April 2019

Kältemischung – Eine Mischung aus Wasser und Eis wird kälter durch Salz

Der Versuch im Überblick Eine Kältemischung mit Wasser, Eis und Salz herstellen. Alltagsbezug zur Welt der Kinder gestreutes Salz auf den Straßen,… mehr erfahren ›

Der Versuch im Überblick
Eine Kältemischung mit Wasser, Eis und Salz herstellen.

Alltagsbezug zur Welt der Kinder

  • gestreutes Salz auf den Straßen, um sie vom Eis zu befreien
  • schnelles Zufrieren von Pfützen, Seen und Flüssen, langsames Gefrieren von Salzwasser im Meer
  • Entdecken der Kühlfunktionen von Kühltaschen, Kühlakkus und elektrischen Geräten, wie Kühlschrank und Tiefkühltruhe

 

Benötigte Materialien

  • Topf
  • Becher, Gefäße, Verpackungen, die sich gut eignen, um Eiswürfel herzustellen (Achtung: kein Glas)
  • Wasser
  • Salz (Sorte egal)
  • Thermometer
  • Löffel

 

Die Versuchsabfolge

  • Becher, Gefäße, Verpackungen mit Wasser füllen und ins Tiefkühlfach stellen, eine Nacht ruhen lassen
  • Becher, Gefäße, Verpackungen aus dem Tiefkühlfach nehmen, Eis herauslösen und zerstoßen
  • Topf mit kaltem Wasser füllen, zerkleinertes Eis hinzugeben
  • Thermometer in die Wasser-Eis-Mischung stellen, Mischungstemperatur etwas oberhalb von 0 °C stellt sich ein
  • gegebenenfalls immer wieder etwas Eis nachgeben, um die Mischung „kühl“ zu halten
  • Salz zur Mischung dazu geben und gut verrühren, immer wieder etwas Salz nachgeben
  • Thermometer in die Wasser-Eis-Salz-Mischung stellen, Temperatur sinkt auf unter 0 °C

 

 

Das steckt dahinter
Der Gefrierpunkt von Wasser liegt bei 0 °C. Wird zum Wasser noch Eis und Salz zu einer sogenannten Kältemischung dazu gegeben, wird die Mischung von alleine kälter und der Gefrierpunkt, der zuvor bei 0 °C lag, sinkt weiter ab. Es gilt, je mehr Salz im Eiswasser gelöst wird, desto niedriger wird der Gefrierpunkt. Da nur eine endliche Menge Salz in einer bestimmten Menge Wasser gelöst werden kann, liegt der niedrigste Gefrierpunkt einer gesättigten Salzlösung bei etwa bei -21 °C. Durch Hinzugabe von Salz wird aus dem Eis der Kältemischung ständig neues Wasser gebildet. Für diesen Prozess wird Energie benötigt. Diese, zunächst fehlende Wärmeenergie holt sich die Kältemischung aus sich selbst und wird dadurch „einfach kälter“.
Der Kühlschrank hingegen benötigt zum Funktionieren elektrischen Strom. Er braucht also Energie von außen, um Lebensmittel kalt zu halten.

Ideen zum Weiterforschen

Nachdem der Gefrierpunkt des Eiswassers durch Salz erniedrigt wurde, wird nun nachgewiesen, dass die Kältemischung erst bei weit niedrigeren Temperaturen als reines Wasser gefriert. Dazu werden sowohl die Kältemischung als auch das reine Wasser jeweils in einen Becher gegeben. Beide werden über Nacht ins Tiefkühlfach gestellt. Am nächsten Tag kann gut beobachtet werden, dass das reine Wasser gefroren und die Kältemischung noch flüssig ist.

Die Termine für die Fortbildungen zu „Forschen mit Wasser“, „Forschen mit Sprudelgas“ sowie für alle weiteren Themen finden Sie in unserem Kalender.

Kältemischung (PDF)

Februar 2019

Zuckerkristalle züchten

Der Versuch im Überblick Züchten von Zuckerkristallen aus einer gesättigten Zuckerlösung. Hinweis: Kristalle zu züchten, ist eine kleine Herausforderung. Sie brauchen viel… mehr erfahren ›

Der Versuch im Überblick

Züchten von Zuckerkristallen aus einer gesättigten Zuckerlösung.

Hinweis: Kristalle zu züchten, ist eine kleine Herausforderung. Sie brauchen viel Zeit zum Wachsen und gelingen nicht immer. Hab Geduld!

 

Alltagsbezug zur Welt der Kinder                                         

  • Zuckerstab für den Tee
  • Kristalle in einer Höhle

 

Benötigte Materialien

  • circa 3 Tassen Zucker
  • circa 1 Tasse Wasser
  • Alufolie
  • Kochtopf, Löffel und Topflappen
  • 3 kleine Schalen
  • eventuell Lebensmittelfarbe

 

Die Versuchsabfolge

  • kleide die Schalen mit Alufolie aus
  • gieß das Wasser in den Topf und erhitze es auf mittlerer Stufe
  • gib unter stetem Rühren den Zucker hinzu
  • rühr so lange, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat und die Zuckerlösung auf einem Probierlöffel ganz klar ist
  • nimm den Topf vom Herd
  • wenn du magst, füge unter Rühren ein bisschen Lebensmittelfarbe hinzu. Je mehr Tropfen Lebensmittelfarbe du nutzt, umso kräftiger funkelt der Kristall
  • gieß die Zuckerlösung vorsichtig in die kleinen, mit Alufolie ausgekleideten Schalen, sodass sie jeweils bis zur Hälfte gefüllt sind
  • bedeck die Schalen, z.B. mit Alufolie oder einem Geschirrtuch
  • hab Geduld, Kristalle brauchen Zeit zum Wachsen (lass die Lösung zwei Tage ruhen, bis du zum ersten Mal unter die Abdeckung schaust/ es dauert circa anderthalb Wochen, bis die Kristalle fertig sind)
  • nimm die Alufolie samt Kristall vorsichtig aus der Schale
  • gieß die überschüssige Zuckerlösung ab
  • löse den Kristall behutsam aus der Alufolie und lass ihn kopfüber noch 12 Stunden trocknen

 

Fragen und Ideen zum Weiterforschen

  • Gelingt das Experiment auch mit Zuckerarten, wie Puder- oder Kandiszucker?
  • Kannst du auch Salzkristalle züchten?
  • Stell auch Zuckerstäbchen her. Befestige hierzu eine Wäscheklammer an einem Schaschlikspieß. Lege die Klammer quer über die Öffnung eines Glases, so dass der Spieß in der Mitte des Glases in der Zuckerlösung hängt.

 

Das steckt dahinter

Zuerst wird eine gesättigte Zuckerlösung hergestellt. Das heißt, es wird so viel Zucker im heißen Wasser aufgelöst, bis kein Zucker mehr vom Wasser aufgenommen werden kann. In der Lösung schwimmen nun sehr viele Zuckerteilchen (Zuckermoleküle) umher. Da es so viele sind, stoßen sie häufig aufeinander. Während die Lösung abkühlt, verlangsamt sich die Bewegung der Zuckerteilchen und manche Teilchen, die zusammengestoßen sind, bleiben aneinander kleben. Viele Teilchen zusammen formen einen Kristall. So wie das Wasser langsam abkühlt, bilden sich die Kristalle weiter aus. Da das abgekühlte Wasser sogar verdunstet und die Zuckerteilchen also immer weniger Platz haben, um sich zu bewegen, stoßen sie immer mehr aufeinander und gegen die sich formenden Kristalle und bleiben daran kleben. Die Zuckerkristalle wachsen.

Die Termine für die Fortbildungen zu „Forschen mit Wasser“, „Forschen mit Sprudelgas“ sowie für alle weiteren Themen finden Sie in unserem Kalender.

Zuckerkstrialle züchten (PDF)

Dezember 2018

Die Kartoffelbatterie

Der Versuch im Überblick Durch in Reihe geschaltete Kartoffeln wir eine LED zum Leuchten gebracht. Benötigte Materialien 3 größere Kartoffeln 3 Cent-Münzen… mehr erfahren ›

Der Versuch im Überblick

Durch in Reihe geschaltete Kartoffeln wir eine LED zum Leuchten gebracht.

Benötigte Materialien

  • 3 größere Kartoffeln
  • 3 Cent-Münzen aus Kupfer
  • 3 Schrauben aus Zink
  • 4 Krokodilkabel
  • 1 Leuchtdiode (LED, verwende am besten eine rote LED, wegen der geringen Voltzahl)
  • 1 spitzes Messer

Die Versuchsabfolge

  • schneide mit dem Messer einen Schlitz in jede Kartoffel
  • steck eine Münze aus Kupfer in den Schlitz
  • auf der dem Cent-Stück gegenüberliegenden Seite drehst du eine Schraube aus Zink in jede Kartoffel
  • Kupfer und Zink sollten so weit voneinander entfernt sein, dass sie sich nicht berühren
  • lege die drei Kartoffeln hintereinander in Reihe
  • nimm die Krokodilkabel und verbinde jeweils eine Münze einer Kartoffel mit der Zinkschraube einer anderen Kartoffel
  • die Enden zweier Kabel liegen noch lose auf dem Tisch
  • schließe an diese beiden Kabelenden die Leuchtdiode an, dabei beachten, dass Leuchtdioden gepolte Bauteile sind, das längere Beinchen der Diode muss an die Münze angeschlossen werden

 

Fragen und Ideen zum Weiterforschen

  • Leitet auch anderes Gemüse, wie Gurken oder aber Obst, wie Äpfel und Zitronen den Strom?
  • Klappt das Experiment auch mit nur zwei oder sogar mit vier hintereinander geschalteten Kartoffeln?
  • Können wir auch mehrere LEDs gleichzeitig zum Glühen bringen?
  • Gelingt das Experiment auch mit Kupferdraht, Unterlegscheiben aus Zink oder sogar Aluminium statt Zink?

 

Das steckt dahinter

Ist der Stromkreis der Kartoffelbatterie geschlossen, findet eine chemische Reaktion zwischen dem unedlen Metall Zink mit dem edlen Metall Kupfer und dem Saft der Kartoffel statt. In der Lösung eines Elektrolyten (hier Saft der Kartoffel) verwandeln sich die Metalle in Elektroden – also in einen Plus- und einen Minuspol. Die Zinkatome binden ihre Elektronen weniger fest an sich als die Kupferatome und geben ein Elektron an das Kupfer ab. Dieser Elektronenfluss ist nichts anderes als Strom, der durch Kartoffel und Kabel fließt.

ACHTUNG! Nach dem Versuch die Kartoffeln unbedingt wegwerfen – sie sind nicht mehr zum Verzehr geeignet!

Die Termine für die Fortbildungen „Forschen zu Strom und Energie“ sowie für alle weiteren Themen finden Sie in unserem Kalender.

Kartoffelbatterie (PDF)

Oktober 2018

Die Sonnenmühle – Können Licht und Luft als Antrieb genügen?

Der Versuch im Überblick Stellt man ein Glas mit einer selbstgebauten Mühle an einen von der Sonne angestrahlten Ort, beginnt sich die… mehr erfahren ›

Der Versuch im Überblick

Stellt man ein Glas mit einer selbstgebauten Mühle an einen von der Sonne angestrahlten Ort, beginnt sich die Mühle nach einer Weile zu drehen.

 

Alltagsbezüge zur Welt der Kinder

  • Mobilés (z. B. über einer Heizung)
  • Baseball Cap mit solarbetriebenem Ventilator

 

Benötigte Materialien

  • 1 Streichholz
  • leeres, sauberes Marmeladen- oder Gurkenglas (Durchmesser ca. 7 cm)
  • Alufolie
  • Schere
  • Kleber und Klebstreifen
  • schwarzer Permanent Marker
  • Faden (z. B. Nähgarn)
  • Bleistift

Der Bau einer Sonnenmühle

  • schneide vier Rechtecke mit den Maßen 3,0 cm x 3,5 cm aus Alufolie aus
  • bemale zwei dieser Rechtecke von beiden Seiten mit schwarzem Permanent Marker
  • klebe die Rechtecke abwechselnd (alufarben, schwarz, alufarben, schwarz) an einem Ende des Streichholzes fest – eine kleine Mühle entsteht
  • lass die Mühle gut trocknen
  • binde an die andere Seite des Streichholzes den Faden und fixiere ihn mit Klebstreifen
  • binde das andere Ende des Fadens an den Bleistift
  • lege den Bleistift auf die Glasöffnung, so dass sich die Mühle frei im Glas bewegen kann

 

Das steckt dahinter

Bei diesem Experiment sind Licht und Luft der Antrieb für die Sonnenmühle. Die schwarz bemalten Flügel werden wärmer als die alufarbenen Flügel. Diese reflektieren wiederum die Sonnenstrahlen und werfen sie auf die schwarzen Flügel der Mühle wie ein Spiegel zurück. Zwischen den alufarbenen und schwarzen Flügeln entsteht ein Temperaturunterschied und die Luft wirbelt an den wärmeren schwarzen Flügeln stärker (Konvektion). Dieser Wärmeunterschied lässt die Mühle rotieren. Die Kinder können also das Phänomen bestaunen, dass durch Wärmeunterschiede in der Luft Thermik entsteht, die Dinge in Bewegung bringt.

Die Termine für die Fortbildungen „Forschen mit Luft“, „Astronomie“ und alle weiteren Themen finden Sie in unserem Kalender.

Sonnenmühle (PDF)

Juli 2018

Ein Ei versteckt sich in einer Flasche

Der Versuch im Überblick Mit warmem Wasser bekommt man ein gekochtes und geschältes Ei in eine Flasche, ohne dass dieses kaputt geht…. mehr erfahren ›

Der Versuch im Überblick

Mit warmem Wasser bekommt man ein gekochtes und geschältes Ei in eine Flasche, ohne dass dieses kaputt geht. Mit ein bisschen Puste bekommt man es auch wieder ganz heraus.

Alltagsbezüge zur Welt der Kinder

  • beim Anbringen eines Hakens mit Saugnapf
  • Schnecken besitzen eine Saugnapffunktion, um sich um sich beispielsweise an Ästen festzuhalten
  • in einem Flugzeug, kurz nach dem Start

 

Benötigte Materialien

  • eine Glasflasche mit großer Öffnung, deren Durchmesser etwas kleiner ist als das Ei (z.B. Milchflasche)
  • ein gekochtes und geschältes Ei, dessen Durchmesser größer ist als die Flaschenöffnung
  • 1 Trichter
  • heißes Wasser
  • Topflappen

 

Der Versuch, ein Ei in eine Flasche zu bekommen

  • fülle mit Hilfe des Trichters circa 1/3 der Glasflasche voll mit heißem Wasser (alternativ drei bis vier brennende Streichhölzer in die Glasflasche fallen lassen)
  • schließe vorsichtig die Flasche mit dem Deckel
  • nimm mit Hilfe von Topflappen die Glasflasche in die Hand und schüttle sie
  • gieße anschließend das heiße Wasser wieder aus der Flasche
  • setze das geschälte Ei mit der Spitze nach unten auf die Flaschenöffnung
  • warte und beobachte, was passiert
  • langsam zwängt sich das Ei durch die schmalere Flaschenhalsöffnung und fällt auf den Flaschenboden

 

Der Versuch, ein Ei wieder aus einer Flasche zu bekommen

  • halte die Glasflasche, in der sich das Ei befindet, kopfüber
  • das Ei legt sich dadurch von innen auf die Flaschenöffnung
  • puste von unten kräftig in die Glasflasche
  • das Ei rutscht schnell aus der Flasche, pass auf dein Gesicht auf!

 

Das steckt dahinter

In der verschlossenen und mit heißem Wasser gefüllten Glasflasche erwärmt sich die Luft. Sie will sich ausdehnen und entweicht, sobald die Flasche geöffnet wird. Setzt man nun zügig das Ei auf den Flaschenhals, ist die Flasche luftdicht verschlossen. Die Luft im Flascheninneren kühlt sich langsam wieder ab und zieht sich wieder zusammen. Es herrscht ein viel niedrigerer Luftdruck in der Flasche als außerhalb. Ein Unterdruck ist in der Flasche entstanden. Anders gesagt, drückt von innen nun weniger Luft auf das Ei als von außen. Durch den Druck der Außenluft wird das Ei in die Flasche gepresst! Achtung: sie wird nicht durch den niedrigeren Druck in der Flasche gesogen!

Um das Ei wieder aus der Flasche zu bekommen, wird diese kopfüber gehalten. Durch pusten in die Flasche, hebt sich das Ei kurz, sodass Luft in das Flascheninnere dringt. Nun befindet sich viel Luft in der Flasche, ein Luftüberdruck ist entstanden. Der Luftüberdruck in der Flasche drückt nun das Ei aus dieser heraus.

Unter dem Begriff Druck versteht man eine Kraft, die auf eine bestimmte Fläche wirkt. Je größer die Kraft und je kleiner die Fläche, desto größer der Druck. Luftdruck bezeichnet die Kraft, die eine Luftmenge oder sogenannte Luftsäule auf eine Fläche ausübt.

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Titelfoto: I-vista  / pixelio.de

Ei in der Flasche (PDF)

März 2018

Wasser bildet immer Tropfen

Der Versuch im Überblick Wie viele Wassertropfen passen auf eine Münze? Nimm dazu die Pipette und träufle einen Wassertropfen nach dem anderen… mehr erfahren ›

Der Versuch im Überblick
Wie viele Wassertropfen passen auf eine Münze? Nimm dazu die Pipette und träufle einen Wassertropfen nach dem anderen auf die Münze.

Alltagsbezüge zur Welt der Kinder
• fallende Tropfen aus einem Wasserhahn
• es regnet Tropfen
• Abperlen eines Wassertropfens von dem Blatt einer Orchidee

Benötigte Materialien
• Pipette
• Wasser
• Münze (z. B. 10-Centstück)

Der Versuch
• fülle die Pipette voll mit Wasser
• träufle nun einen Tropfen nach dem andern auf das 10-Centstück & zähle die Tropfen
• ein „Wasserberg“ entsteht und die „Lupenfunktion“ von Wasser wird deutlich
• optimieren den Vorgang des „Träufelns“

Das steckt dahinter
Ist Wasser in flüssiger Form bildet es immer Tropfen! Der Grund ist: Die Teilchen des Wassers (= Wassermolekühle) suchen ganz besonders die Bindung zu ihresgleichen und ziehen sich gegenseitig an. An der Oberfläche haben die Wasserteilchen unter und neben sich weitere Wasserteilchen als Nachbarn. Sie halten sich einerseits an diesen Nachbarn an der Wasseroberfläche andererseits an den Nachbarn im Inneren der Flüssigkeit fest. Der Wassertropfen ist also deshalb rund, weil alle äußeren Teilchen „inneren“ Halt haben, d.h. sie ziehen sich alle zueinander zu und bilden dadurch einen Tropfen.

Die Termine für die Fortbildung „Forschen mit Wasser“ sowie für alle weiteren Themen finden Sie in unserem Kalender.

Wasser bildet immer Tropfen (PDF)

Oktober 2017

Wie entsteht Nebel?

Der Versuch im Überblick Herstellung von Nebel mit einer Flasche, Wasser und einem Streichholz. Alltagsbezüge zur Welt der Kinder • Nebelbildung an… mehr erfahren ›

Der Versuch im Überblick
Herstellung von Nebel mit einer Flasche, Wasser und einem Streichholz.

Alltagsbezüge zur Welt der Kinder
• Nebelbildung an einem Frühlings- oder Herbsttag
• Nebelbildung in einem Flusstal, auf einer Wiese
• Wasserdampf beim Kochen

Benötigte Materialien
• 1 Plastikflasche mit Deckel
• 1 Meßbecher
• 150 ml Wasser
• Lange Streichhölzer

Der Versuch
• füll die Flasche mit Wasser
• zünde ein langes Streichholz und puste es nach etwas Zeit aus
• halte ein qualmendes Streichholz an die Öffnung der Flasche, so dass etwas Rauch in die Flasche gerät
• fest die Flasche verschließen und zusammenpressen
• beobachte, was passiert

Das steckt dahinter
Wird die Flasche zusammengedrückt, wird in dieser der Luftdruck erhöht. Dieser Vorgang geht mit einer Temperaturerhöhung einher. Die wärmere Luft ist in der Lage mehr Feuchtigkeit zu binden. Lassen wir die Flasche wieder los, sinkt der Luftdruck wieder und mit ihm die Temperatur in der Flasche. Die Luft kann nicht mehr so viel Feuchtigkeit aufnehmen. Die Feuchtigkeit kondensiert in der Luft und an der Flaschenwand.

An einem klaren und schönen Herbsttag kann die Sonne die Erdschicht und die darüber befindliche Luft noch gut erwärmen. In der darauffolgenden klaren Nacht strahlt der Boden die Wärme ab. Die Luft unmittelbar über dem Boden gibt ihre Wärme ebenfalls in höhere Luftschichten ab.

Die Luft in Bodennähe kühlt somit Schritt für Schritt ab. Kältere Luft kann jedoch nicht so viel Wasser speichern. Die Folge ist, dass die kleinen Wassertröpfchen zunehmend kondensieren – es entsteht Nebel.

Nebel seinerseits hat eine gute selbsterhaltende Wirkung. Denn von der grauen „Nebelsuppe“ werden ca. 90 Prozent der Sonnenstrahlen reflektiert. Die wenigen durchdringenden Sonnenstrahlen erwärmen die bodennahe Luft nur zaghaft und benötigen dafür entsprechend viel Zeit.

Beträgt die Sichtweite weniger als 1 km spricht man vom „Nebel“. Können wir weniger als 200 m weit sehen, handelt es sich um Starknebel. Bei einer Sichtweite von mehr als 1 km ist die Luft „dunstig“. (Quelle www.wasistwas.de)

Die Termine für die Fortbildungen „Forschen mit Wasser“, „Forschen mit Luft“ sowie für alle weiteren Themen finden Sie in unserem Kalender.

Nebelentstehung (PDF)

September 2014