Film: Tag der kleinen Forscher 2020 in Thüringen

Endlich ist der Film von unserem diesjährigen „Tag der kleinen Forscher 2020“ da! Zusammen mit einer 4. Klasse der Staatlichen Grundschule „Anna… mehr erfahren ›

Endlich ist der Film von unserem diesjährigen „Tag der kleinen Forscher 2020“ da! Zusammen mit einer 4. Klasse der Staatlichen Grundschule „Anna Sophie“ aus Kranichfeld gingen wir am 15.09.2020 im STUDIOPARK KinderMedienZentrum mit einem Schlauchboot auf eine spannende Entdeckungsreise. Wenn Ihr wissen wollt, wen wir bei unserer Tour entdeckt und erforscht haben, schaut Euch unseren Film an.

Der „Tag der kleinen Forscher“ ist eine Aktion der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ und findet seit 2009 statt. Dabei widmet sich der „Tag der kleinen Forscher“ jedes Jahr einem neuen Thema und zeigt, dass Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) lebendig, spannend und allgegenwärtig sind.

Film Tag der kleinen Forscher Thüringen 2020

November 2020

Kath. Kindergarten „St. Nikolaus“ als „Forschergeist“-Landessieger Thüringen ausgezeichnet

„Wieso werfen die Menschen ihren Müll einfach auf den Boden?“ wollten die Kinder des Kath. Kindergarten „St. Nikolaus“ in Erfurt wissen und… mehr erfahren ›

„Wieso werfen die Menschen ihren Müll einfach auf den Boden?“ wollten die Kinder des Kath. Kindergarten „St. Nikolaus“ in Erfurt wissen und begaben sich auf die Suche nach Antworten. Daraus wurde das spannende Kita-Projekt „Achtsamkeit für uns und unsere Umwelt“, das die Initiatoren des „Forschergeist“-Wettbewerbs – die Deutsche Telekom Stiftung und die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ – zum besten Projekt in Thüringen kürten und nun auszeichneten.

Die Auszeichnung wurde am 12. Oktober als buntes Überraschungspaket der Kita perönlich übergeben. Darin enthalten: die „Forschergeist“-Trophäe, ein Scheck über das Preisgeld und jede Menge Überraschungen. Da die Landespreisverleihung des „Forschergeist“-Wettbewerbs 2020 aufgrund der aktuellen Situation nur in einem kleinen Rahmen stattfand, gab es die Glückwünsche außerdem als Videobotschaft.

„Die Erzieherinnen und Erzieher haben die Fragen der Kinder aufgegriffen. Gemeinsam haben sie die Zusammenhänge von Müll und nachhaltigem Handeln für die Umwelt entdeckt. Die Mädchen und Jungen konnten ihren natürlichen Forschergeist frei entfalten, sich intensiv mit dem Thema auseinandersetzen – und haben dabei erfahren ‚Ich kann etwas bewirken!‘ Ich möchte den pädagogischen Fachkräften für dieses Engagement danken“, lobte Helmut Holter, Minister für Bildung, Jugend und Sport im Freistaat Thüringen.

Michael Fritz, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ erklärte, warum die Jury sich für dieses Projekt entschieden hatte: „Das Projekt ist ein gelungenes Beispiel von der Verbindung von früher MINT-Bildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Den Kindern ist aufgefallen, dass in der Kita viel Plastikmüll anfällt – und im Rahmen des Projektes haben sie Veränderungen angestoßen und sind selbst aktiv geworden. Sie haben in ihrer Umwelt beobachtet, recherchiert und sogar einen Rap aufgenommen, um auch andere Menschen auf das Problem aufmerksam zu machen.“

„Die Kinder waren voller Freude auf Entdeckertour. Gemeinsam mit den Kindern und Eltern haben wir Gewohnheiten hinterfragt und Veränderungen im Kindergarten angestoßen und umgesetzt. Dabei haben wir alle gemerkt: Viele kleine Schritte im Alltag können viel Gutes bewirken. Wir nutzen nun Bienenwachstücher statt Folie für das Essen, haben viel mehr Holzspielzeug und die Kinder wünschen sich lieber frisches Obst, als Quetschies. Toll war auch, dass die Elternarbeit sehr nachhaltig war und wir alle an einem Strang gezogen haben. Und natürlich begleitet uns das Thema im Kita-Alltag weiter“, berichteten Kitaleiterin Anja Köllner und Projektleiterin Bettina Merx als Botschafterinnen für das Projekt.

„Die Pädagoginnen und Pädagogen haben aus einer Frage ihrer Kinder ein wunderbares Projekt rund um die Umwelt gemacht. Das ist großartig! Schon seit vielen Jahren engagieren wir uns als Partner der Stiftung ‚Haus der kleinen Forscher‘ in ganz Thüringen und freuen uns, den Kindergarten auch weiterhin mit Weiterbildungen, Materialien und Ideen begleiten zu können“ sagte Dr. Sven Günther, Vorstand der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen.

Die Kita erhält ein Preisgeld in Höhe von 2000 Euro zur Förderung der Qualität der MINT-Bildungsarbeit. Als Landessieger hat der Kath. Kindergarten „St. Nikolaus“ nun zudem die Chance, einer von fünf Bundessiegern zu werden, die am 8. Dezember 2020 in Berlin bekannt gegeben und geehrt werden. Jeder Bundessieger erhält zusätzlich 3000 Euro.

Oktober 2020

Newsletter I September 2020

Der aktuelle Newsletter „Thüringen – Land der kleinen Forscher“ steht zum Download bereit und geht  im September per Mail an alle Thüringer… mehr erfahren ›

Der aktuelle Newsletter „Thüringen – Land der kleinen Forscher“ steht zum Download bereit und geht  im September per Mail an alle Thüringer Kindertagesstätten, Horte und Grundschulen.

Aus dem Inhalt:

  • Fortbildungen an Samstagen in Erfurt und Rudolstadt
  • Hinweis zur Informationsveranstaltung Zertifizierung im November
  • Internet-Tipp: Meine Forscherwelt – Stiftung Haus der kleinen Forscher
  • Vorstellung der Online-Seminare „Ach, du spielst Mathe?“ und „Jede Frage hat ihre Zeit“
  • Fortbildungsübersicht: September – Dezember 2020


Newsletter TldkF September 2020

September 2020

Online-Seminare im September und November für pädagogische Fach- und Lehrkräfte

Ach, du spielst Mathe? – Praxisimpulse zur mathematischen Bildung in Kita, Hort und Grundschule Der Alltag von Kindern ist von Mathematik durchdrungen…. mehr erfahren ›

Ach, du spielst Mathe? – Praxisimpulse zur mathematischen Bildung in Kita, Hort und Grundschule

Der Alltag von Kindern ist von Mathematik durchdrungen. Ohne, dass es ihnen bewusst ist, spielen sie täglich Mathe, sei es beim Turmbau, beim Schätze sortieren, beim Sandkastenspiel oder beim Verstecken. Doch Mathematik ist weit mehr als zählen und rechnen. Wird Mathematik als die Lehre der Muster und Strukturen vermittelt, öffnet sich für die Kinder ein weites Feld voller Entdeckungen, kreativer Handlungen und erstaunlichen Einblicken in die Welt der Mathematik.
Im Online-Seminar erhalten Sie Impulse, wie Sie die mathematischen Kompetenzen der Kinder fördern und das Lernen begleiten können. Sie lernen nicht nur Praxisideen kennen, sondern probieren diese auch selbst aus, wie z. B. das mathematische Tätigsein mit gleichen Gegenständen in großer Menge. Die Impulse behandeln verschiedene mathematische Bereiche wie Muster und Symmetrien, Formen und Körper, Messen und Vergleichen sowie Sortieren und Klassifizieren.

Datum: 25.09.2020
Uhrzeit: 16:00 – 19:00 Uhr
Kosten: Keine

Jede Frage hat ihre Zeit – MINT-Lernaktivitäten ko-konstruktiv begleiten

Im Mittelpunkt dieses Webinars steht die Frage: Wie können wir Kinder beim Entdecken und Forschen kognitiv unterstützen, damit sie eine neue Lernerfahrungen machen? Eine Möglichkeit ist das Stellen von Fragen. Doch nicht jede Frage führt zum Ziel. Im Webinar lernen Sie, produktive Fragen von unproduktiven zu unterscheiden. Denn nur produktive Fragen regen das Handeln, Denken und letztendlich den Erkenntnisgewinn an. Es gibt verschiedene Arten von produktiven Fragen. Bewusst und zum richtigen Moment eingesetzt, können die Kinder wie an einem Gerüst an ihnen zu neuem Wissen entlangklettern. Eine andere Möglichkeit der kognitiven Unterstützung ist der Dialog bzw. das gemeinsame vertiefte Nachdenken über ein beobachtetes Phänomen. Auch darin üben wir uns im Seminar.

Datum: 12.11.2020
Uhrzeit: 16:00 – 19:00 Uhr
Kosten: keine

Beide Online-Seminare sind in Anlehnng an das Konzept des „Hauses er kleinen Forscher“ vom Netzwerk selbst entwickelt worden.

Für die Teilnahme an den Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich. Nach erfolgreicher Anmeldung erfolgt die Zusendung der Zugangsdaten für das jeweilige Online-Seminar.

Alle Teilnehmer erhalten im Nachgang eine Teilnahmebescheinigung.

Termine für die Präsenzfortbildungen vom „Haus der kleinen Forscher“ in Thüringen finden Sie in unserem Kalender.

Juli 2020

Kann ein Eisblock mit Draht „durchgeschnitten“ werden, ohne dass er zerbricht?

Der Versuch im Überblick Mit Draht und einem Gewicht kann ein Eisblock in der Mitte durchgeschnitten werden, ohne dass er bricht. Benötigte… mehr erfahren ›

Der Versuch im Überblick
Mit Draht und einem Gewicht kann ein Eisblock in der Mitte durchgeschnitten werden, ohne dass er bricht.

Benötigte Materialien

  • Draht
  • Eisblock (z. B. 6 cm x 6 cm)
  • Gewicht (z. B. 3 Milchkartons)
  • Auffangbehälter für Wasser
  • Konstruktion aus 2 Besenstielen über zwei Tischen




Die Versuchsabfolge

  • stelle einen Eisblock her
  • baue eine Konstruktion so, dass der Eisblock links und rechts aufliegt und seine Mitte frei ist
  • wickle einen dünnen Draht um die frei liegende Mitte des Eiswürfels
  • befestige am unteren Ende des Drahtes ein Gewicht
  • beobachte in regelmäßigen Abständen, was mit dem Eisblock und dem Draht passiert

 


Fragen und Ideen zum Weiterforschen

  • Gelingt der Versuch anstatt mit Draht auch mit anderen Strickarten, wie z. B. Bindfaden, Wolle, Angelsehne?
  • Wie kannst du die Zeit sichtbar machen, die es dauert, bis der Eisblock „durchgeschnitten“ ist?
  • Kannst du den Eiswürfel auch an zwei Stellen mit Draht „durchschneiden“, ohne dass er bricht?
  • Baue und dokumentiere verschiedene Konstuktionen. Welche ist am besten für das Experiment geeignet?
  • Wie kannst du aus dem geschmolzenen Eisblock einen neuen herstellen, um dein Experiment, ohne neues Wasser, zu wiederholen?




Das steckt dahinter
Der Draht baut durch das Gewicht lokal ein sehr hoher Druck auf das Eis auf. Durch die Anomalie des Wassers schafft es dieser Druck, das Eis zum Schmelzen zu bringen. Wasser hat bei 4 Grad seine größte Dichte. Bei weniger als 4 Grad ist es weniger dicht, der Draht hat es also sehr leicht durch den Eiswürfel hindurchzuwandern.
Das Eis unter dem Draht beginnt zu schmelzen. Das geschmolzene Wasser wird verdrängt und der Draht „rutscht“ Stück für Stück nach. Das Wasser oberhalb des Drahtes gefriert wieder, denn die große Masse des Eisblockes hat immer noch eine Temperatur weit unter 0 Grad. Die lokale Temperaturerhöhung unter dem Draht wird also mehr als kompensiert. Der Draht kann somit durch den Eisblock wandern. Achtung! Ist der Draht einmal durch den Eisblock gewandert, fällt das Gewicht einfach zu Boden. Aber keine Sorge, der Eisblock bricht nicht. Er ist genauso intakt wie vor dem Versuch. Der Prozess dauert circa 2 – 4 Stunden.
Das Schmelzen von Eis durch Druck nutzen auch Schlittschuhfahrer. Sie können durch den leichten Wasserfilm super über das Eis gleiten, ohne dass das Eis taut.


Die Termine für die Fortbildungen zu „Forschen mit Wasser“, „Wasser in Natur und Technik“, „Technik – Kräfte und Wirkungen“, „MINT ist überall“ sowie für alle weiteren Themen finden Sie in unserem Kalender.

Schmelzender Eisblock (PDF)

Juli 2020

Fortbildungsprogramm für Grundschulen „Thüringen – Land der kleinen Forscher“

Exklusiv für Pädagoginnen und Pädagogen der Thüringer Grundschulen bieten wir in der Vorbereitungswoche für das neue Schuljahr nachfolgende Fortbildungen an: 25.08.2020, 09:00… mehr erfahren ›

Exklusiv für Pädagoginnen und Pädagogen der Thüringer Grundschulen bieten wir in der Vorbereitungswoche für das neue Schuljahr nachfolgende Fortbildungen an:

25.08.2020, 09:00 – 16:00 Uhr

  • „Informatik entdecken – mit und ohne Computer“
  • „Zahlen, Zählen, Rechnen – Mathematik entdecken“


26.08.2020, 09:00 – 16:00 Uhr

  • „Tür auf! Mein Einstieg in Bildung für nachhaltige Entwicklung“
  • „MINT ist überall“


Die Fortbildungen finden parallel im STUDIOPARK KinderMedienZentrum (Erich-Kästner-Straße 1a) in Erfurt statt.

Darüber hinaus besteht vom 24.08. – 28.08.2020 (sowie ganzjährig) die Möglichkeit, für Ihre Grundschule eine Inhouse-Fortbildung zu einem selbst gewählten Thema aus unserem Programm zu buchen. Alle Fortbildungsthemen finden Sie unter www.jungforscher-thueringen.de.

Alle Fortbildungen sind als Tagesveranstaltungen angelegt und kosten 25 Euro pro Teilnehmer und Fortbildung.

Für Ihre Anmeldungen zu den Fortbildungen in der Vorbereitungswoche nutzen Sie bitte das folgenden Anmeldeformular. Inhouse-Fortbildungen für dieses Jahr sowie für 2021 stimmen Sie bitte telefonisch mit uns ab.

Weiterhin können Sie sich auf unserer Homepage www.jungforscher-thueringen.de/thueringen-land-der-kleinen-forscher/332-2/ für die Fortbildungen im 2. Halbjahr 2020 in Thüringen anmelden.

Juni 2020

Forschertage in der Kita „Liliput“ in Windischholzhausen

Jeden zweiten Mittwoch findet in der Kita „Liliput“ in Windischholzhausen der „Forschertag“ statt. Die Kinder haben die Möglichkeit an einer kleinen Forscheraktivität… mehr erfahren ›

Jeden zweiten Mittwoch findet in der Kita „Liliput“ in Windischholzhausen der „Forschertag“ statt. Die Kinder haben die Möglichkeit an einer kleinen Forscheraktivität in verschiedenen MINT-Bereichen teilzunehmen. Da diese Art Bildungsgelegenheit noch nicht lange in der Einrichtung läuft, suchte eine pädagogische Fachkraft, mit Unterstützung einiger Kinder, im Vorfeld viele Ideen heraus, welche Experimente durchgeführt werden könnten. Nach jedem „Forschertag“ steht den Kindern das zum Forschen genutzte Material mindestens die nächsten zwei Wochen zur freien Verfügung, um damit weiter zu spielen, zu forschen und zu entdecken.
Zukünftig ist es angedacht, dass die Kinder aus ihrem Erfahrungsschatz zu einem Thema im Vorfeld Wünsche äußern und dann gemeinsam nach einem passenden Experiment schauen oder Experimente auf Wunsch öfter in der Gemeinschaft wiederholt werden. Wie sich das genau entwickelt, dass wird uns die Zeit zeigen.

Das Lieblingsexperment der Kinder: „Die schwarze Tomate“ – oder „Verschluckte Farben“
Für diese Aktivität braucht es nicht viel:

  • mehrere verschieden farbige Folien
  • in passender Größe zu den Folien werden Ausdrucke von unterschiedlichen Obst- und Gemüsesorten benötigt (auch anderen einfarbigen Dinge wie Bsp. Spielzeuge möglich)


Das Material stand im Forscherraum bereit und wer wollte, konnte sich mit diesem auseinandersetzen. Die Kinder kamen schnell auf die Idee, die Folien auf die verschiedenen Obst- und Gemüsesorten zu legen und teilten freudig ihre neu gewonnen Erkenntnisse mit:

„Wenn ich das blaue auf die Tomate lege, dann ist sie fast schwarz.“
„Aber wenn ich das rote auf die Banane lege, dann ist die Banane weg.“
„Wenn ich das gelbe auf die Blaubeeren lege, sieht es fast gleich aus.“

Es wurde abgewechselt, ausgetauscht, geredet…
Zwischendurch stellte die Pädagogin Forscherfragen:

„Wieso verschwindet denn die Banane?“
„Weiß jemand, warum die Tomate fast schwarz aussieht?
„Warum verändern sich wohl die Blaubeeren kaum, wenn die gelbe Folie draufgelegt wird?“

Die Kinder äußerten ihre Vorstellungen, konnten sich das Phänomen aber zumeist nicht erklären.
„Weil das ein Zaubertrick ist.“
„Ich weiß es nicht.“
Ein Junge stellte aber richtig fest: „Rot und Blau vermischen sich. Aber eigentlich ist das lila. Das sieht nur fast schwarz aus.“

Die Pädagogin versuchte den Kindern ganz einfach zu erklären, dass die Farbe der Folie die gleichen oder helleren Farben „verschlucken“ kann und ergänzte die Aussage des einen Kindes, dass wenn Obst und Folie unterschiedliche Farben besitzen, die Farben gemischt werden.

Bei einigen Kindern gab das einen kleinen AHA-Effekt und sie versuchten dann vorherzusagen, was passiert, wenn bestimmte Farben auf bestimmte Obstsorten kombiniert gelegt werden. Die Ältesten konnte zum Teil schon gut ihr Vorwissen der Farbenlehre in Bezug auf Mischfarben einbringen. Ein Kind entdeckte, dass das Obst „verschwindet“ – „man sieht das Obst nicht mehr“, wenn alle Farbfolien übereinander draufgelegt werden. Erstaunte und auch fragende Gesichter schauten die Pädagogin an.

Sie erklärte den Kindern, dass es grundlegend nur 3 Farben gibt. Alle anderen sind aus den anderen Farben gemischt. Wenn man also statt durch „weißes“ Licht zu schauen, durch alle 3 Farben schaut, dann können die anderen Farben nicht mehr gesehen. Sie sind „verschluckt“
Die Kinder waren begeistert.

Nach der Erklärung begannen nun einige Kinder sich einzelne Folien vor die Augen zu halten, die nächsten hielten sich zwei unterschiedliche Farbfolien jeweils vor ein Auge und manche mehrere über beide Augen.

Die Kinder schauten umher und gaben lautstark wieder, wie sich ihre Umwelt durch die Farbfolien verändert, welche Folien eine starke Wirkung haben und welche weniger. Auch in den darauf folgenden Tagen betrachteten die Kinder ihre Umgebung immer wieder durch die Folien und tauschten sich über ihre neu gewonnenen Erfahrungen aus.

Während der Corona-Schließzeit wurde das Experiment in der Kita „Liliput“ wiederholt. Eines der Kinder, was am Forschertag teilgenommen hatte, erklärte dann den anderen Kindern, was sie gemacht und erlebt hatte. Es gab ihr durch das Experimentieren neu erworbene Wissen an die anderen weiter. Gemeinsam beschäftigten sich die Kinder erneut mit dem Material.

Autorin: Nancy Schirmer (Erzieherin), Kita „Liliput“ Windischholzhausen

Juni 2020

Fortbildungen

Jede Einrichtung, die an der Initiative „Thüringen – Land der kleinen Forscher“ teilnimmt, wählt je nach Einrichtungsgröße mindestens eine pädagogische Fach- oder… mehr erfahren ›

Jede Einrichtung, die an der Initiative „Thüringen – Land der kleinen Forscher“ teilnimmt, wählt je nach Einrichtungsgröße mindestens eine pädagogische Fach- oder Lehrkraft aus, die ein- bis zweimal jährlich an den Fortbildungen teilnimmt und das neu gewonnene Wissen in die Kita, die Grundschule und den Hort trägt.

Grundlegend kann mit jedem Fortbildungsthemen vom „Haus der kleinen Forscher“ gestartet werden. Es ist zu empfehlen mit den Themen „Forschen mit Wasser“ und „Forschen mit Luft“ zu beginnen. In den beiden Fortbildungen werden Mission, pädagogisches Konzept, Aufbau und Struktur, Rolle der Lernbegleitung sowie eine fragend forschende Haltung thematisiert.

Lassen Sie in den Fortbildungen den eigenen Forschergeist aufleben! Dazu erhalten Sie viele Anregungen, wie Sie mit einfachsten  Materialien spannende Experimente und Versuche umsetzen und auf die vielfältigen Fragen der Kinder eingehen können. Jede Fortbildung beinhaltet einen pädagogischen Schwerpunkt. Gemeinsam werden Umsetzungsmethoden und die eigene Rolle als Lernbegleitung reflektiert. Sie erhalten umfangreiche Informationen, Kartensets und Broschüren zum jeweligen Thema.

Bitte melden Sie sich zu den Fortbildungen online oder schriftlich (Anmeldung Fortbildung) an.

Der Veranstalter behält sich das Recht vor, Fortbildungen aufgrund der aktuellen Situation zu verschieben oder entfallen zu lassen.

August 2014

Online-Seminare im Mai und Juni

Liebe pädagogischen Fach- und Lehrkräfte aus Kita, Hort und Grundschule, wir möchten Sie gerne wiedersehen! Da wir leider nach wie vor keine… mehr erfahren ›

Liebe pädagogischen Fach- und Lehrkräfte aus Kita, Hort und Grundschule,

wir möchten Sie gerne wiedersehen! Da wir leider nach wie vor keine Präsenzfortbildungen vom Haus der kleinen Forscher durchführen können, haben wir uns etwas anderes für Sie einfallen lassen.

Lassen Sie uns in einem unseren Online-Seminare treffen.

Bunt und vielfältig – BNE-Praxisimpulse für Kita, Hort und Grundschule zum Thema biologische Vielfalt

Biologische Vielfalt ist eines der Schlüsselthemen im Konzept Bildung für nachhaltige Entwicklung. Im Webinar erhalten Sie praktische Anregungen, wie Sie gemeinsam mit Kindern die Vielfalt entdecken, erforschen und sogar selbst erschaffen können, und zwar in Ihrem Kita-, Hort- und Grundschul-Außenbereich. Denn biologische Vielfalt meint nicht nur die Vielfalt an Arten oder Genen, sondern auch an Lebensräumen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit Wildblumeninseln, Steinhaufen, Hochbeeten oder Hecken Ihren Kita, Hort- und Grundschul-Außenbereich ökologisch aufwerten können. Die neu entstandenen Lebensräume lassen sich, über das gesamte Jahr verteilt, für viele Lerngelegenheiten – von „Natur erleben“ bis hin zu „Technik erkunden“ – nutzen. Auch hierfür bekommen Sie wertvolle Praxisanregungen.

Datum: 27.05.2020
Uhrzeit: 9:00 – 13:00 Uhr
Kosten: keine

Jede Frage hat ihre Zeit – MINT-Lernaktivitäten ko-konstruktiv begleiten

Im Mittelpunkt dieses Webinars steht die Frage: Wie können wir Kinder beim Entdecken und Forschen kognitiv unterstützen, damit sie eine neue Lernerfahrungen machen? Eine Möglichkeit ist das Stellen von Fragen. Doch nicht jede Frage führt zum Ziel. Im Webinar lernen Sie, produktive Fragen von unproduktiven zu unterscheiden. Denn nur produktive Fragen regen das Handeln, Denken und letztendlich den Erkenntnisgewinn an. Es gibt verschiedene Arten von produktiven Fragen. Bewusst und zum richtigen Moment eingesetzt, können die Kinder wie an einem Gerüst an ihnen zu neuem Wissen entlangklettern. Eine andere Möglichkeit der kognitiven Unterstützung ist der Dialog bzw. das gemeinsame vertiefte Nachdenken über ein beobachtetes Phänomen. Auch darin üben wir uns im Seminar.

Datum: 04.06.2020
Uhrzeit: 9:00 – 12:00 Uhr
Kosten: keine

Für die Teilnahme an den Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich. Nach erfolgreicher Anmeldung erfolgt die Zusendung der Zugangsdaten für das jeweilige Online-Seminar.

Alle Teilnehmer erhalten im Nachgang eine Teilnahmebescheinigung.

April 2020

Achtsamkeit für uns und unsere Umwelt: Katholischer Kindergarten „St. Nikolaus“ aus Erfurt gewinnt „Forschergeist“ in Thüringen

„Was ist Plastik? Warum ist es so schädlich für die Umwelt? Wie gelangt der Plastikmüll in die Umwelt und was kann getan… mehr erfahren ›

„Was ist Plastik? Warum ist es so schädlich für die Umwelt? Wie gelangt der Plastikmüll in die Umwelt und was kann getan werden, damit es nicht in unsere Umwelt gelangt?“ Das waren die Fragen des Projekts „Achtsamkeit für uns und unsere Umwelt“ des Katholischen Kindergartens „St. Nikolaus“ in Erfurt, mit dem er beim bundesweiten Kita-Wettbewerb „Forschergeist 2020“ überzeugte. Die pädagogischen Fachkräfte ermöglichten den Kindern, ihrer Neugier zu folgen und den Projektverlauf aktiv mitzugestalten. Für diese vorbildliche Bildungsarbeit wird der Kindergarten nun als „Forschergeist“-Landessieger Thüringen ausgezeichnet.

Erfurt, 07.04.2020. Mit dem „Forschergeist“-Wettbewerb haben die Deutsche Telekom Stiftung und die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ erneut herausragende Kita-Projekte mit Bezug zur Welt der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) gesucht. 651 Kitas aus ganz Deutschland folgten diesem Ruf und reichten ihre kreativen Projekte ein. In Thüringen überzeugte der Katholische Kindergarten „St. Nikolaus“ die Experten-Jury mit seinem spannenden Forschungsanlass und der gelungenen Umsetzung des Projekts. Die Idee, dieses Thema in einem Projekt zu behandeln kam der Kita beim Anblick der riesigen Müllmenge, die allein bei der täglichen Vesper entstand (Joghurtbecher, Quetschies, Folie trotz Brotbüchsen, Kuchenverpackungen usw.). Daraufhin wollten die Forscher*innen mit ihren pädagogischen Fachkräften weitere „Müllquellen“ in ihrem Kindergarten suchen, erkennen und versuchen zu beheben.

„Es ist beeindruckend, wie vielfältig die Projekte sind und mit welcher Begeisterung die Kinder ihren Fragen nachgehen. Wenn sie dabei professionell begleitet werden, entwickeln die Mädchen und Jungen Vertrauen in ihre Fähigkeiten und erleben MINT-Phänomene als Teil ihres Alltags. Danke an die Erzieherinnen und Erzieher, die auf diese Weise dazu beitragen, die natürliche Faszination der Kinder für MINT-Themen in Forschergeist zu verwandeln“, sagt Dr. Ekkehard Winter, Juryvorsitzender und Geschäftsführer der Deutsche Telekom Stiftung.

Dank der anregenden Lernbegleitung der Erzieher*innen erfahren die Mädchen und Jungen im Katholischen Kindergarten „St. Nikolaus“ MINT-Themen als Teil ihres Alltags und erleben sich selbst als aktive Gestalter ihrer Welt.

Um die pädagogischen Fach- und Lehrkräfte in Thüringen optimal für ihre Arbeit als Lernbegleiter zu qualifizieren, bietet die STIFT mit mit der Initiative „Thüringen – Land der kleinen Forscher“ Fortbildungen der bundesweiten Bildungsinitiative „Haus der kleinen Forscher“ an und setzt so ein Zeichen für die Bedeutung guter früher MINT-Bildung in Thüringen.

„Mit den vielfältigen Angeboten der Initiative „Thüringen – Land der kleinen Forscher“ schicken wir die pädagogischen Fach- und Lehrkräfte aus Kitas, Horten und Grundschulen auf Entdeckungs- und Forschungsreise. Dazu fördern wir in unseren Fortbildungen die fragend forschende Haltung der Pädagog*innen und entfachen durch vielfältigste Praxisanregungen die Neugier auf die MINT-Themen. Unser Ziel ist es, durch Qualität, Kontinuität und Professionalität die außerschulische MINT-Bildungskette vom frühkindlichen Bereich, über die weiterführenden Schulen bis hin zur Firmengründung zu unterstützen“, so Dr. Sven Günther, Vorstand der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT).

Die Kita erhält ein Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro zur Förderung der Qualität der mathematischen, naturwissenschaftlichen, informatischen oder technischen Bildungsarbeit. Die 16 Landessieger qualifizieren sich zudem für den Bundessieg. Die fünf besten Projekte werden bei der Bundespreisverleihung in Berlin gekürt. Jeder Bundessieger erhält zusätzlich 3.000 Euro.

Das Engagement der Fachkräfte feierlich würdigen – wenn die Lage es wieder zulässt

Aufgrund der Corona-Pandemie können die Landespreisverleihungen in den Kitas nicht wie vorgesehen im April und Mai durchgeführt werden. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Eine Alternative für den Herbst ist bereits in Planung.
Um den Erzieher*innen für ihr Engagement zu danken und den Gewinn unvergesslich zu machen, laden die Initiatoren alle Landessieger zur feierlichen Bundespreisverleihung nach Berlin ein. Dort werden die fünf Bundessieger bekanntgegeben und ausgezeichnet.
Auch die Bundespreisverleihung muss wegen der aktuellen Lage auf das Ende des Jahres verlegt werden.

Über den „Forschergeist“-Wettbewerb

Der „Forschergeist“ ist ein bundesweiter Kita-Wettbewerb der Deutsche Telekom Stiftung und der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“. Die Initiatoren des Wettbewerbs möchten das Engagement der pädagogischen Kita-Fachkräfte weithin sichtbar machen und sie noch mehr für die frühpädagogische Bildungsarbeit im MINT-Bereich motivieren. Dafür prämieren sie vorbildliche Praxisbeispiele, die auch bei anderen Erzieherinnen und Erziehern Freude, Spaß und Neugier am gemeinsamen Forschen mit den Kindern wecken sollen. Am 9. September 2019 startete der Wettbewerb bereits zum fünften Mal. Bis zum 31. Januar 2020 konnte sich jede Kita in Deutschland online bewerben. Weitere Informationen zum Wettbewerb „Forschergeist“ 2020 und den Projekten der vorhergehenden Durchgänge finden Sie unter www.forschergeist-wettbewerb.de.

Die Jury

  • Dr. Ekkehard Winter (Juryvorsitzender), Geschäftsführer Deutsche Telekom Stiftung
  • Birgit Bey, Leitung Kita Kids Company, Berlin
  • Ulrike Grosse-Röthig, Bundeselternvertretung der Kinder in Kitas und Kindertagespflege (BEVKi)
  • Michael Fritz, Vorstandsvorsitzender Stiftung „Haus der kleinen Forscher“
  • Ilse Petilliot-Becker, Referatsleiterin des Referats Grundschule, Frühkindliche Erziehung und Bildung des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg
  • Prof. Dr. Hans-Günther Roßbach, Universität Bamberg, Fachbereich Elementar- und Familienpädagogik
  • Prof. Dr. Annette Schmitt, Hochschule Magdeburg-Stendal, Fachbereich Angewandte Humanwissenschaften

 

Deutsche Telekom Stiftung

Die Deutsche Telekom Stiftung engagiert sich für gute Bildung in der digitalen Welt. Mit ihren Projekten konzentriert sie sich vor allem auf die MINT-Bildung, also auf Vorhaben rund um Mathematik, Informatik, die Naturwissenschaften und Technik. Die Stiftung unterstützt zum Beispiel die Entwicklung von Unterrichtsmaterial für diese Fächer und die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Pädagogen. Sie vergibt Stipendien und arbeitet mit Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit zusammen. Damit die Projekte in ihrer Wirkung so effektiv wie möglich sind, bindet die Telekom-Stiftung renommierte Experten aus Wissenschaft und Bildungspraxis in ihre Aktivitäten ein. Sie begleiten und beraten bei der Konzeption und Umsetzung der Vorhaben.

 

Stiftung „Haus der kleinen Forscher“

Die gemeinnützige Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ engagiert sich für gute frühe Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) – mit dem Ziel, Mädchen und Jungen stark für die Zukunft zu machen und zu nachhaltigem Handeln zu befähigen. Gemeinsam mit ihren Netzwerkpartnern vor Ort bietet die Stiftung bundesweit ein Bildungsprogramm an, das pädagogische Fach- und Lehrkräfte dabei unterstützt, Kinder im Kita- und Grundschulalter qualifiziert beim Entdecken, Forschen und Lernen zu begleiten. Das „Haus der kleinen Forscher“ verbessert Bildungschancen, fördert Interesse am MINT-Bereich und professionalisiert dafür pädagogisches Personal. Partner der Stiftung sind die Helmholtz-Gemeinschaft, die Siemens Stiftung, die Dietmar Hopp Stiftung und die Deutsche Telekom Stiftung. Gefördert wird sie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Über das Netzwerk „Thüringen – Land der kleinen Forscher“

Das Netzwerk „Thüringen – Land der kleinen Forscher“ engagiert sich im Rahmen der bundesweiten Initiative der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ für die Bildung von Mädchen und Jungen im Kita- und Grundschulalter in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Das „Land der kleinen Forscher“ bietet seit 2008 in über 1.115 Einrichtungen kontinuierlich Fortbildungen an und unterstützt die Professionalisierung der pädagogischen Fach- und Lehrkräfte in der frühkindlichen Bildung. Weitere Informationen zum aktuellen Fortbildungsprogramm des Netzwerks „Thüringen – Land der kleinen Forscher“ gibt es unter www.jungforscher-thueringen.de.

April 2020

Bohnen haben Sprengkraft

Der Versuch im Überblick Bohnen sprengen Gips durch Keimen und Wachsen. Bohnen (Erbsen auch möglich) Gips einen durchsichtigen Plastebecher Wasser Löffel Blumensprüher… mehr erfahren ›

Der Versuch im Überblick

Bohnen sprengen Gips durch Keimen und Wachsen.

  • Bohnen (Erbsen auch möglich)
  • Gips
  • einen durchsichtigen Plastebecher
  • Wasser
  • Löffel
  • Blumensprüher

 

Die Versuchsabfolge

  • nimm den Löffel und rühr den Gips zusammen mit Wasser im Plastebecher an
  • nimm eine Hand voll Bohnen und rühr sie unter den zähflüssigen Gips
  • lass das Bohnen-Gips-Gemisch ein paar Tage stehen
  • beobachte, was passiert

Tipp: Du kannst den Gips von Zeit zu Zeit mit einem Blumensprüher befeuchten.

Fragen und Ideen zum Weiterforschen

  • Wie kannst du die Zeit sichtbar machen, die es dauert, bis die Bohnen durch den Gips keimen?
  • Kannst du den Versuchsablauf so dokumentieren, dass andere Kinder das Experiment 1 : 1 durchführen können? Welche Dokumentationsarten fallen dir dazu ein?
  • Mit welchen Bohnensorten gelingt dein Experiment?
  • Gelingt dein Experiment auch, mit Zement anstatt Gips?
  • Wo in deinem Alltag hast du schon einmal beobachtet, das Pflanzen Mauern und Böden „sprengen“?

 

Das steckt dahinter

Wie alle Pflanzen bestehen Bohnen aus vielen kleinen Zellen. Diese können sehr viel Wasser aufnehmen. Dadurch werden die Zellen größer und praller. Der Druck, der hier durch die Bohnen auf den Gips entsteht, kann so groß werden, dass der Gips zersprengt und aus der Bohne eine kleine Pflanze keimen und wachsen kann.

Die Termine für die Fortbildungen zu „Forschen mit Wasser“, “Wasser in Natur und Technik“, „Tür auf! Mein Einstieg in Bildung für nachhaltige Entwicklung“ sowie für alle weiteren Themen finden Sie in unserem Kalender.

Bohnen haben Sprengkraft (PDF)

April 2020

Farbenduell mit Zucker und Wasser

Der Versuch im Überblick Zwei mit verschiedenen Stoffen gefärbte Zuckerwürfel lösen sich unterschiedlich intensiv und schnell im Wasser auf. Es entsteht eine… mehr erfahren ›

Der Versuch im Überblick
Zwei mit verschiedenen Stoffen gefärbte Zuckerwürfel lösen sich unterschiedlich intensiv und schnell im Wasser auf. Es entsteht eine „Haut“ zwischen beiden Stoffgemischen.

Benötigte Materialien
• 2 Zuckerwürfel
• weißer Teller
• 2 verschiedene Farben (z. B. Lebensmittelfarbe und Tinte)
• 2 Pipetten
• Wasser

Die Versuchsabfolge

  • stell einen weißen Teller auf den Tisch
  • leg zwei Zuckerwürfel auf den Teller
  • nimm eine Pipette und beträufle einen der Würfel mit Lebensmittelfarbe und den anderen mit Tinte (wenn du magst, kannst du die Zuckerwürfel über Nacht trocknen lassen)
  • nimm die zweite Pipette und träufle abwechselnd Wasser auf die beiden Würfel
  • beobachte, wie sich die beiden gefärbten Zuckerlösungen aufeinander zu bewegen

 

Fragen und Ideen zum Weiterforschen

  • Wie kannst du die Zeit sichtbar machen, die es dauert, bis sich die beiden Lösungen beginnen zu vermischen?
  • Kannst du den Versuchsablauf so beschreiben und dokumentieren, dass andere Kinder das Experiment 1:1 so durchführen können, wie du?
  • Gelingt dein Experiment auch mit drei oder mehr Zuckerwürfeln?
  • Gelingt dein Experiment auch, wenn du entweder nur Lebensmittelfarbe oder nur Tinte verwendest?
  • Gelingt dein Experiment auch mit anderen Zuckerarten oder sogar mit Salz?
  • Hast du das „Aufeinandertreffen“ verschiedener Gewässer schon einmal in der Natur beobachten können? Wenn ja, wo?

 

Das steckt dahinter
Die Wassermoleküle sind ständig in Bewegung. Sie vermischen sich mit der Tinte und lösen den Zuckerwürfel auf. Sie vermischen sich mit der Lebensmittelfarbe und lösen den Zuckerwürfel ebenso auf. Treffen durch Hinzugeben von Wasser die beiden Lösungen aufeinander, streben sie einen Ausgleich ihrer unterschiedlichen Konzentrationen an. Die Vermutung liegt nahe, dass sich beide ganz allmählich, aber gleichmäßig vermischen.

Es passiert jedoch folgendes: Beide Lösungen stehen sich erst einmal „frontal“ gegenüber und vermischen sich nicht. Es scheint, als entstünde eine dünne „Haut“. Diese „Haut“ ist bereits aus zahlreichen Versuchen zum Thema „Oberflächenspannung“ von Wasser bekannt. Tinte und Lebensmittelfarbe haben offensichtlich unterschiedliche Oberflächenspannungen, die das Vermischen der beiden Lösungen erst nach einer längeren Weile möglich machen.

Die Termine für die Fortbildungen zu „Forschen mit Wasser“, “Wasser in Natur und Technik“, „Forschen zu Sprudelgas“ sowie für alle weiteren Themen finden Sie in unserem Kalender.

Farbenduell_Bilder (PDF)

März 2020

Online Forscherangebote

Liebe pädagogische Fach- und Lehrkräfte in Kitas, Horten und Grundschulen, aufgrund der aktuellen Lage und veränderten Situation wegen des Corona Virus, hat… mehr erfahren ›

Liebe pädagogische Fach- und Lehrkräfte in Kitas, Horten und Grundschulen,

aufgrund der aktuellen Lage und veränderten Situation wegen des Corona Virus, hat die Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT) alle Fortbildungen vom Haus der kleinen Forscher in Thüringen bis einschließlich den 17.04.2020 abgesagt. Sollten über diesen Zeitraum weitergehend Fortbildungsabsagen erfolgen sollten, informieren wir Sie selbstverständlich auf den uns zur Verfügung stehenden Kanälen, insbesondere über unsere Internetseite.

In dieser für alle nicht einfachen Zeit möchten wir Sie sowie alle kleinen und großen Forscher*innen beim Entdecken und Forschen im Alltag zu Hause unterstützen, denn auch hier lassen sich viele MINT-Situationen aufspüren und untersuchen.

Wie wird die Unterstützung die STIFT für Sie/Euch aussehen:
Auf unserer Webseite „Jungforscher Thüringen“ werden wir jede Woche ein Experiment zu den MINT Themen veröffentlichen, welches zu Hause oder in den Notgruppen der Kitas, Horte und Grundschulen durchgeführt werden kann.

Für die pädagogischen Fach- und Lehrkräfte verweisen wir regelmäßig auf Online Angebote von der Stiftung Haus der kleinen Forscher, die zu Hause in Eigenregie sowie in der persönlichen Geschwindigkeit angesehen und bearbeitet werden können. Die Angebote reichen von kurzen Videos über moderierte und offene Online-Kurse, Potcasts und Webinare.

Zudem werden wir Sie mit der Zusendung von Links zu Lernangeboten von anderen Anbietern sowie Forscheraktionen regelmäßig per Mail informieren (z. B. Leifiphysik oder Schule und Familie).

Aber auch Sie können diese Zeit aktiv mitgestalten, indem Sie uns Ihre spannendsten Experimente mit Bildern zukommen lassen, die wir dann auf unserer Homepage allen anderen zur Verfügung stellen. Denken Sie hier bitte an die Einholung der Fotoerlaubnis und fügen Sie diese bitte bei.

Wir freuen uns auf Ihre Zusendungen und bleiben Sie gesund!

Ihr Team „Thüringen – Land der kleinen Forscher“

© Bild: Stiftung Haus der kleinen Forscher

März 2020

Fortbildungen „Haus der kleinen Forscher“ ab sofort bis einschließlich 17.04.2020 abgesagt!

Aufgrund der aktuellen und sich weiterhin verändernden Situation im Umgang mit dem Corona-Virus und der Anweisungen des Thüringer Bildungsministerium zur Kita- und… mehr erfahren ›

Aufgrund der aktuellen und sich weiterhin verändernden Situation im Umgang mit dem Corona-Virus und der Anweisungen des Thüringer Bildungsministerium zur Kita- und Schulschließung in ganz Thüringen ab kommenden Montag bis einschließlich 17.04.2020 sehen wir uns veranlasst, alle Fortbildungen „Haus der kleinen Forscher“ bis einschließlich 17.04.2020 abzusagen.

 

 

März 2020

Gelingt es, eine Kerze hinter einer Flasche auszupusten?

Der Versuch im Überblick Mit genug Puste gelingt es, eine Kerze hinter einer Flasche auszupusten. Hinweis Das Experiment sollte von einem Erwachsenen… mehr erfahren ›

Der Versuch im Überblick

Mit genug Puste gelingt es, eine Kerze hinter einer Flasche auszupusten.

Hinweis

Das Experiment sollte von einem Erwachsenen umgesetzt oder beaufsichtigt werden.

Benötigte Materialien

  • ein Feuerzeug (vorzugsweise Stabfeuerzeug)
  • eine Glasflasche
  • eine Kerze/ein Teelicht

 

Die Versuchsabfolge

  • man stelle eine brennende Kerze hinter eine Flasche
  • nun puste man auf Höhe der Kerze gegen die Flasche
  • pustet man zu zaghaft, fängt die Kerze an zu flackern
  • pustest man stark genug, geht das Teelicht aus

 

 Fragen und Ideen zum Weiterforschen

  • Kannst man die Kerze auch auspusten, wenn die Flasche kleiner oder größer sowie dünner oder dicker ist?
  • Kannst man die Kerze auch auspusten, wenn andersförmige Gegenstände vor der Kerze stehen?
  • Wie weit entfernt von der Flasche kann die Kerze maximal stehen, um sie ohne Probleme auspusten zu können?

 

Das steckt dahinter

Treffen strömende Gase gegen eine gekrümmte Oberfläche, folgen sie dieser, solange die Krümmung der Oberfläche nicht zu stark ist. Die ankommende Luftströmung verdrängt die Luft an der Krümmung und füllt den so entstandenen Raum dann selbst aus. Die verdrängte Luft wird links und rechts entlang der Flasche geschoben und bildet hinter der Flasche wieder eine Strömung. Diese ist stark genug, um die Kerze auszupusten. Es ist, als stelle die Flasche überhaut kein Hindernis dar.

Dieser Effekt wird auch Coanda-Effekt genannt. Er lässt sich gut beobachten. Denn pustet man nur schwach gegen die Flasche, dann flackert das Teelicht ziemlich stark. Der Coanda-Effekt funktioniert in gleicher Weise mit Flüssigkeiten. Hält man einen kleinen Ball in einen Wasserstrahl, ist gut zu erkennen, wie das Wasser an der runden Form entlangläuft.

Die Termine für die Fortbildungen zu „Forschen mit Luft“, „MINT ist überall“ sowie für alle weiteren Themen finden Sie in unserem Kalender.

Kerze_auspusten (PDF)

Dezember 2019

Galaempfang Jungforscher Thüringen 2019 – Zertifizierungen „Haus der kleinen Forscher“

© STIFT, Fotograf: Jürgen Scheere

© STIFT, Fotograf: Jürgen Scheere

September 2019

Bilder aus Salzkristallen

Der Versuch im Überblick Mit Salz auf schwarzem Tonkarton zeichnen. Forscherfrage Wieviel Salz muss im heißen Wasser gelöst sein, um damit ein… mehr erfahren ›

Der Versuch im Überblick
Mit Salz auf schwarzem Tonkarton zeichnen.

Forscherfrage
Wieviel Salz muss im heißen Wasser gelöst sein, um damit ein Bild aus Salz zeichnen zu können?

Alltagsbezüge zur Welt der Kinder
• Salzrand beim Nudeln oder Kartoffeln Kochen
• Salzrand an Schuhen, nachdem man im Winter über eine mit Salz gestreute Straße gelaufen ist

Benötigte Materialien
• schwarzer Tonkarton
• Salz
• Pinsel
• warmes Wasser
• Tasse
• Löffel
• Taschenlampe

Der Versuch
• füll eine Tasse ¾ mit warmem Wasser
• gib unter Rühren so lange Salz mit dem Löffel ins Wasser, bis sich kein Salz mehr auflöst
• nimm das „Salzwasser“ und zeichne mit dem Pinsel ein Motiv auf den schwarzen Tonkarton
• lass das „Salzbild“ trocknen
• leuchte das „Salzbild“ mit der Taschenlampe an und sieh, wie es funkelt

Das steckt dahinter
Salz löst sich vor allem in warmem Wasser gut auf. Die „Teilchen des Wassers“ (Wassermolekühle) schieben sich zwischen die winzigen „Salzteilchen“ und trennen sie voneinander. Umso mehr Salz ins Wasser gegeben wird, umso „gesättigter wird die Lösung“. Das heißt, irgendwann kann das Wasser keine „Salzteilchen“ mehr aufnehmen und somit voneinander trennen.
Das Wasser vom „Salzwasser“ auf dem Tonkarton verdunstet Schritt für Schritt wieder. Es geht in einen anderen Aggregatzustand über (= Dampf). Die „Salzteilchen“ hingegen werden wieder freigegeben und können sich erneut zu Salzkristallen verbinden. Diese bleiben auf dem schwarzen Tonkarton zurück. Ein funkelndes Motiv ist zu erkennen.

Ideen zum Weiterforschen
Wie sieht das „Salzbild“ aus, wenn nur wenig Salz mit Wasser verrührt wird?
Kannst du ein Bild auch mit Salzwasser aus der Natur malen?
Funktioniert dein Experiment auch mit Zucker?

Die Termine für die Fortbildungen „Forschen mit Wasser“, „Forschen mit Sprudelgas“ sowie für alle weiteren Themen finden Sie in unserem Kalender unter www.jungforscher-thueringen.de.

Bilder aus Salzkristallen (PDF)

September 2019

Mobil sein, Alternativen nutzen, Mobilität von morgen denken und gestalten!

Am 17. September 2019 findet im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche Erfurt die Fortbildung „Technik – von hier nach da“ statt. Gemeinsam mit… mehr erfahren ›

Am 17. September 2019 findet im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche Erfurt die Fortbildung „Technik – von hier nach da“ statt. Gemeinsam mit den pädagogischen Fach- und Lehrkräften aus Kita, Hort und Grundschule forschen und experimentieren wir zu Fragen aus den Themenbereichen „Fortbewegung und Transport“, „Arbeitsteilung“ sowie „Ver- und Entsorgung“. Der Methodenkoffer zur technischen Bildung wird im Laufe der Veranstaltung immer weiter gepackt, so dass die Pädagog*innen zurück in ihren Einrichtungen methodisch-didaktisch „Lehrgänge“ gestalten, Aufziehdosen in Serie produzieren und kreative Transportmittel gemeinsam mit den Mädchen und Jungen erfinden können. Die Auswirkungen von Technik auf unser Leben zu bewerten und Technik im Wandel der Zeit zu verstehen sind ebenso Bestanteil der Fortbildung und bieten spannende Forscheranlässe für die Arbeit mit den Kindern.

Anmeldungen unter Internetseite oder Anmeldeformular.

August 2019

Fortbildungen „Haus der kleinen Forscher“ zum Auftakt in das neue Schul- und Kitajahr

Die STIFT bietet auch in diesem Jahr in der Vorbereitungswoche für das neue Schul- und Kitajahr ein Potpourri an MINT-Fortbildungen (Mathematik, Informatik,… mehr erfahren ›

Die STIFT bietet auch in diesem Jahr in der Vorbereitungswoche für das neue Schul- und Kitajahr ein Potpourri an MINT-Fortbildungen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) an. Am 13. und 14. 08. 2019 forschen und experimentieren Pädagog*innen aus Thüringer Kindergärten, Horten und Grundschulen in fünf verschiedenen Tagesfortbildungen im STUDIOPARK KinderMedienZentrum Erfurt. Die Themen reichen von „Zahlen, zählen, rechnen – Mathematik entdecken“ über „Informatik entdecken – mit und ohne Computer“ und „Forschen mit Wasser“ bis hin zu „Technik – von hier nach da“ und decken alle vier MINT-Bereiche ab. Die Fortbildung „Tür auf! Mein Einstieg in Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ergänzt das Angebot der Initiative „Thüringen – Land der kleinen Forscher“.

Zusätzlich finden in der Woche vom 12. bis 16. 08. 2019 zahlreiche Inhouse-Fortbildungen in Thüringer Kindergärten und Grundschulen zu Themen wie „Licht, Farben, Sehen – Optik entdecken“ oder „Forschen mit Luft“ statt. Unsere Trainerinnen sind von Altenburg über Bad Langensalza bis Mühlhausen mit dem Auftrag unterwegs, die Teilnehmer*innen für das forschende Lernen mit den Kindern zu begeistern und offen für deren Forscherfragen zu sein. Als gute Lernbegleitung sollen sie die Kinder dazu befähigen, selbstbestimmt zu denken und verantwortungsvoll zu handeln. Dementsprechend mutig und voller Neugier experimentieren die Pädagog*innen auf ihrer eigenen Entdeckungsreise.

„Wir freuen uns, dass mehr als 200 Pädagog*innen aus ganz Thüringen unser Fortbildungsangebot angenommen haben. Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung in qualitativ hochwertigen Fortbildungsveranstaltungen steht vor allem der fachliche Austausch mit Kolleg*innen anderer Bildungseinrichtungen im Vordergrund. Wir freuen uns, wenn wir die Thüringer Pädagog*innen mit unserem Angebot unterstützen können und sind stolz auf ihr Engagement.“, so Ines Vogel, Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT).

August 2019

Kita-Wettbewerb „Forschergeist 2020“

Der „Forschergeist“ ist ein bundesweiter Kita-Wettbewerb der Deutsche Telekom Stiftung und der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“. Gesucht und prämiert werden herausragende… mehr erfahren ›

Der „Forschergeist“ ist ein bundesweiter Kita-Wettbewerb der Deutsche Telekom Stiftung und der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“. Gesucht und prämiert werden herausragende Projekte, die Mädchen und Jungen für die Welt der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik begeistert haben.

Am 9. September 2019 startet der Wettbewerb bereits zum fünfen Mal. Die Fachjury aus Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft wählt aus jedem Bundesland das jeweils überzeugendste Projekt aus und kürt 16 Landessieger, die ihre Preise in ihren Einrichtungen während der großen Deutschland-Tour erhalten.

Bei der Bundespreisverleihung am 24. Juni 2020 in Berlin werden zudem fünf Bundessieger bekannt gegeben.

Der Wettbewerb ist mit attraktiven Preisgeldern zur Förderung der mathematischen, informatischen, naturwissenschaftlichen und technischen Frühbildung dotiert.

Weitere Informationen zur Teilnahme unter: www.forschergeist-wettbewerb.de

August 2019