Bundesweite Informatik-Fortbildung für pädagogische Fach- und Lehrkräfte auch in Thüringen gestartet: Gemeinsam mit Kindern Informatik entdecken

In dieser Woche startete in Weimar das neue Informatik-Fortbildungsangebot „Informatik entdecken – mit und ohne Computer“ der „Stiftung Haus der kleinen Forscher“ für Pädagoginnen und Pädagogen aus Kitas, Horten und Grundschulen.

Gemeinsam mit den Trainerinnen der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT) – als Netzwerkpartner für ganz Thüringen – können die Pädagoginnen und Pädagogen die Inhaltsbereiche der Informatik erkunden und Praxisideen mit und ohne Computer für die gemeinsame Arbeit mit den Kindern umsetzen.

Computer sind heute überall: Im Smartphone und im Auto ebenso wie in der Waschmaschine. Kinder kommen schon früh mit informatischen Systemen in Berührung und haben viele Fragen: Weiß der Computer alles? Wie passt die Oma ins Tablet? Haben Roboter einen eigenen Willen? Oft sind Pädagoginnen und Pädagogen unsicher, wie sie ihrem Bildungsauftrag im digitalen Bereich nachkommen können. Die Fortbildung „Informatik entdecken – mit und ohne Computer“ bietet hier Orientierung und solide fachliche Grundlagen für die pädagogische Arbeit mit Kita- und Grundschulkindern.

Die eintägige Fortbildung behandelt die Bedeutung von Informatik im Alltag und bietet den Teilnehmerinnen und Teilnehmern viele Praxisideen für die Bildungsarbeit mit Kindern in der Altersgruppe von 3 bis 10 Jahren. Gemeinsam mit den Jungen und Mädchen können sie dann z. B. erforschen, wie Computer Zahlen sortieren, wie man mit Hilfe einer algorithmischen Vorgehensweise Spiele gewinnen kann oder wie man Nachrichten verschlüsselt.

Grundlagen der Informatik mit und ohne Computer entdecken

Informatische Bildung ist schon mit Kindern im Kita-Alter möglich. Wichtige Grundlagen der Informatik lassen sich mit Papier und Stift, mit Alltagsmaterialien oder mit reinem Körpereinsatz erfahren. Die Fortbildung „Informatik entdecken – mit und ohne Computer“ ist deshalb so angelegt, dass Einrichtungen keine digitalen Endgeräte einsetzen müssen, um eigene Lerngelegenheiten zu gestalten. In der Fortbildung können die pädagogischen Fach- und Lehrkräfte jedoch den Einsatz von Programmierung und Robotik ausprobieren und reflektieren.

„Nach dem die Teilnehmerinnen der Fortbildung sich im Theorieteil den Unterschied zwischen Medienbildung und informatischer Bildung erarbeitet hatten, blickten sie mit unterschiedlichen Methoden hinter die Kulissen von technischen Geräten und Programmanwendungen. Sie setzten sich mit den grundlegenden Denk- und Handlungsprinzipien der Informationssysteme auseinander. Besonders viel Spaß hatten die pädagogischen Fach- und Lehrkräfte beim Planen, Systematisieren und Steuern verschiedener Sortierwerke, wie beispielsweise dem Ordnen von Tieren nach ihrer Größe.“, so Anika Hohmann, Trainerin der STIFT für die Workshops vom „Haus der kleinen Forscher“.

Die nächste Fortbildung zum Thema „Informatik entdecken – mit und ohne Computer“ findet bereits am 27.11.2017 im Staatlichen Schulamt Ostthüringen statt. Weitere Termine für diese sowie für alle anderen Themenfortbildungen vom „Haus der kleinen Forscher“ finden Sie in unserem Kalender.

Quelle: Stiftung Haus der kleinen Forscher

17. November 2017